reservat,
das
;reservation,
die
;aus
mlat.
reservatum
›das, was jm. vorbehalten ist‹
bzw. reservatio
›Vorbehalt‹
(Niermeyer
; vgl. 2002, 2, 1190
Schulz/Basler
).3, 352
›ein jm. vorbehaltenes Sonderrecht, Privileg‹; speziell: ›Vorrecht des Nießbrauchs von Kirchengütern‹; dies metonymisch: ›regelmäßige finanzielle Einkünfte (aus Kirchengütern); Rente‹.
Syntagmen:
j. ein r. abtun / ausrichten / haben, jm. geben / rechten
; die reservation
(Subj.) gelten, der römischen majestät zugelassen sein
; j. seine pfarre gegen ein r. verlassen, von den reservaten x ₰ bezalen / geben
; die ausgedrukte reservation
.Wortbildungen:
Belegblock:
Zum funfften, das keine reservation mehr gelte, und kein lehen mehr behafftet werde zu Rom.
er
[Papst Hadrian]
schadt mir vff diesen tag ob drey hundert Ducatenn er hat all Reseruat ab gethon / deren ich dann eyns hab / vnd werenn mir yetzund angangen tzwey Canonicat vnd ein pfar. Ebd.
4, 1
: er
[Papst Hadrian]
wil kein Reseruat mer geben [...] er will auch das keyner mer dann ein pfrund hab. er [der babest] gap vil reservaciones, dovon etliche arme schuͦler ire gracien und pfruͦnden verlurent, und hielt sich me mit den edeln und richen denne mit den armen.
von irn beneficien, pensionen, reservaten, dergleichen auch von allen irn renten, gülten, einkommen und nutzungen.
das der genant her Balthassar Fischer dem vermelten doctor Laurentzen Hornstanner ain ziemlich reservat [...] lebenlang [...] geben und rechten soll one widerred.
Zu dem hat der bapst seine monat oder reservaten.
Reseruirn, Hindersich behalten / sparen / vorbehalten. Reseruat oder Reseruation, Vorbehaltung / das / so jm einer hat vorbehalten.