requiem,
das
;
Idiomatisierung des ersten Wortes der lateinischen Phrase
requiem aeternam dona eis
›ewige Ruhe gib ihnen‹, mit der der Introitus der Totenmesse beginnt ().
›Totenmesse; liturgische Begräbnisfeier‹; metonymisch: ›Gesang zum Totengedächtnis‹.
Zur Sache:
LThK
8, 1246
.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. , , , .
Wortbildungen:
requiemkasel
›Messgewand für die Totenmesse‹.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
743, 26
(
preuß.
,
1416
):
2 requiemkasel.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
110, 30
(
preuß.
,
1437
/
8
):
1 gefolgeten ornat zcum requiem.
Luther, WA (
1529
/
30
):
Darumb ist er [der Weyhbisschoff] auch zu friden, wenn die pfaffen kaum ein Requiem lesen konnen.
Sachs (
Nürnb.
1558
):
Wil den morgen vor allen dingen | Ein Requiem und seelmeß singen.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
und soͤlte ime ein jar alle wuchen zwo messan sprechen, ein an dem maͤndag Requiem und ein an dem fritag von únsers herren marter.
Goedeke, P. Gengenb. (o. O.
um 1521
):
Das Requiem singen wir im kaͤller.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Das erst ambt was ain requiem und hat gesungen der bischoff von Salltzpurg.