1
renne,
die
;
-Ø/–
.
›gerinnungsfördernde Substanz (Enzym) im Magen von Tieren‹; in den Belegen als Heilmittel spezifiziert; speziell: ›Lab, Gerinnungsmittel (auch pflanzlichen Ursprungs) zur Herstellung von Käse‹;
zu (V.) 3.
Bedeutungsverwandte:
,
1
 1,
2
.
Wortbildungen:
renmagen
(dazu bdv.: vgl.  1).

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
aa vijv
(
Nürnb.
1482
):
Renne odʼ keslob. coagulum. lactes.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
der best kaͤss ist der wenig der artzny haut; ain kúbel der milch nimpt die minsten der renny in der schweri ainß silbrinann pfenings.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
man vint rennen in der jungen tier magen.
des pibers renne ist für die vallenden suht guot.
des hasen renne ist guot wider des leibes überfluz.
Schmitt, Ordo rerum
191, 15
(
oobd.
,
M. 15. Jh.
):
Coagulum lab oder renne [...] rennmagen.
Voc. Teut.-Lat.
r viijv
;
Lehmann, Rezeptb.
239
.