reisach,
reisig,
das
;-s/-Ø
;Gehäuft nobd. und oobd.
Phraseme:
etw
. (ein Grundstück) zu reisig sagen
›ein Grundstück als frei für einen neuen Besitzer deklarieren‹.Syntagmen:
j. r. (von den bäumen) abschlagen / brennen / füren / hauen, für / zu etw. legen / nemen, oberhalb des feuers im haus haben
; r
. (Subj.) bauholz sein, in den schlägen liegen
; den mist mit r. verdecken, korbladen von r. machen
; das dürre r
.; 1 karch, x fuder / schok reisachs
; die reisach
(Pl.) von den tannen
.Wortbildungen:
reisigholz
Belegblock:
kein holtz, da man sie kund ausschnitzen, sed tantum durr reissig.
das Brust tuch vnd Mesgewanth In Ofen gesetzt Reissig dafur gelegt, vnd daruon gangen.
Wer reisach hawet, daz niht pauholcz ist, der ist schuldig zu geben [...].
daß er [mist] allenthalben sey wol verdeckt mit labich vnd reisich.
da warf man ain hohen graben auf, was bei 20 schuechen dick, was gemacht mit reisachportzen, gelegt neben ainander und dann grieß darauf geschütt.
er gepot den leutten alczuhandt | das sy reysech absluegen von den pawmen.
geflochtene zarte korbladen von reisich gemacht.
Swer in der innern stat reisach prennet, der geit diu selben puosse.
darzue auch dieselben fumf viertail weingarten von urpaus wegen zu reisaͤch gesagt sint
(vgl.
reis,
das, 2).
Die mulherren [...] habent gewalt das wasser ze vahen wo si nagst mügen [...] und sullen darzü nemen reisëch, wasen und sant zu der schütt.
Küther, UB Frauensee
380, 40
; Voc. Teut.-Lat.
aa vijr
;