Joachim, Marienb. Tresslerb.
(
preuß.
,
1403
):
1 m. und 8 scot vor die balgen zu beslon mit oren und reyfen und hoken.
Jch wurd eynen buͤttiger bestellen, der dir ein reyff odder tzween umb den kopff legt, das er nit fur grosser voller unsynnickeyt zurspruͤnge.
Ders. Hl. Schrifft.
1. Kön. 7, 17
(
Wittenb.
1545
):
es waren an jglichem Knauff oben auff der seulen sieben geflochten Reiffe
[
Mentel
1466 / nd. Bibel 1522 /
Eck
1537, 3. Kön. 7, 17:
einer gestalt eins neczes vnd keten
; nd. Bibel um 1478:
gestricket neett
]
/ wie keten.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
das alle creaturen habint, das hat got alzemale in ime. Er ist der boden, der reif aller creaturen.
Struck, Joh. Pfannstiel
166, 37
(
mosfrk.
,
1545
):
kosten die faß zu beinden und etliche nawe bodem laissen machen mitsampt reiffen und weyden dem bender in seynem kostenn 1 fl. 3 alb.
Spanier, Murner. Schelmenz.
29, 2
(
Frankf.
1512
):
Ein reyff vßstecken. Der steckt den reiff vergebens auß, | Der keyn weyn hat in seym hauß.
Ermisch, Freib. Stadtr.
(
osächs.
,
um 1450
):
so sullen die pender alle fas [...] yn einen reiff machin und sullen darczu ouch nemen gut und bestendigk holcz.
Lippert, UB Lübben
2, 231a, 33
(
osächs.
,
1525
):
1 ar. g. zum seiger vor reiffenoell gegeben.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
186, 11
(
nobd.
,
1480
):
Nachdem uns in clage hat angelangt, das sie die vaß nicht aufrecht, als anderßwoe sit ist, sunder welgeßweiß schrotten sollen, das dann merklichen schadet, reiffen und auch den vassen, setzen und orden wir, das [...].
owe, die da vor swarlich gelestet und gebunden waren mit stehlinen reifen in trurkeit und swermuͦtekeit der strafenden gewússne.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
630, 6
(
els.
,
1362
):
Es waz eine frowe, die hette ire swester mit eime steine erworfen. Vmb die súnde wart ir ein iserin reif vmb iren hals gesmidet.
Thiele, Minner. II,
13, 189
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
so wutt ich durch den schne, | als in dem gebirg manig jeger thut uff reiffen
(›Schneeschuhen‹).
Koppitz, Trojanerkr.
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Von vier raiffen kostlich | Waz daz vass wunne klich | Gebunden.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
1457
):
sy sollent ouch die reiff oder zargen der muͥlli in rechter wyti halten.
Das
reifftreiben
wird
als ein stuck des offenen betrugs
bei Verlust des Lohnes verboten.
Maaler
330r (Zürich 1561):
Reiff vnd form darinn man die kaͤß gestaltet.
Müller, Nördl. Stadtr.
(
schwäb.
,
1466
):
hopfwein und tramynner sol man halb ungelt vom aimer wiener geben, aber von vaͤlteliner reifwein und der gelich wein sol gantz ungelt geben werden.
Ders., Welthandelsbr.
300, 4
(
schwäb.
,
1514
/
5
):
der beslagen pipen muessen sein 20 mit 7 eisen raifen yede.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
gieng eben hiemit zu, wie man sprücht, das kein würt von áins gasts wegen ain raif usssteck.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
E. 15. Jh.
):
die pinter mugen auch reifstangen aus dem panwald nemen, darfur sollen si dem hern die alten vas pinden.
die so wein hinein kaufen und widerumben undern raifen aus dem markt geben
[›ausschenken‹],
denen soll es ungewerth sein.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
199, 6
(
moobd.
,
1524
):
Welicher aber wein hett, der mag dieselben in ainer jeden zeitt im jar under den rayffen [...] seinem gefallen nach verkauffen.
Mell u. a., Steir. Taid.
(
m/soobd.
,
1638
):
die undertonen [...] zu abbündung der startin [...] schuldig seind die noturft an raiffen und pant herzgeben.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
17. Jh.
):
Bei hocher straff ist verpoten das niemand sich der abschneid- und abmaissung des kuef- und obmaissung des kuef- und reifpands zum kerbl und reischen zeinen gebrauche.
Wopfner, Bauernkr. Tirol
(
tir.
,
1525
):
von wegen reyffholtz [...], so wil die herrschafft wider alt herkomen darvon haben ain phŭnd pheffer.
Stolz, Zollwesen
104, 32
(
Rovereto
1560
):
Von 100 groß Pottich, Raiffstäben 6 kr., von 100 Raiff der großen Pottich 3 kr.