reiden,
›etw. / sich drehen, wenden; sich abwenden von etw., sich gegen etw. wenden‹ (im eigentlichen und übertragenen Sinne).
Älteres Frnhd.
Belegblock:
Und in sein pitters leiden | Soltu dein hoffnung reiden.
[ain falk] hât die art, daz er daz haupt umb und umb reidet mit ainem reiden, alsô daz sein prust doch unverriden beleibt.
Sein hertze sich nicht reidet | Von manhait mit dem willen sein.
Der edel helt vermezzen | Chund wol durch ere leiden, | Untz sich begunde reiden | Der chrieg auf gantzes frides sŭn.
Deu himelspitz [...] ist zwischen den zwain sibenstern, di [...] reiden sich in kraizzen weiz und kument nimmer ab der selben stat.
so solt man sich von hochvart reiden.
also moͤcht er sich wol reiden | von in paiden sunder leiden.