reiden,
V.;
zu
mhd.
rîden
›winden, drehen‹
().
›etw. / sich drehen, wenden; sich abwenden von etw., sich gegen etw. wenden‹ (im eigentlichen und übertragenen Sinne).
Älteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,
2
 11,  6,  123,  13,  7,  3,
1
 1.

Belegblock:

Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
Und in sein pitters leiden | Soltu dein hoffnung reiden.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
[ain falk] hât die art, daz er daz haupt umb und umb reidet mit ainem reiden, alsô daz sein prust doch unverriden beleibt.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Sein hertze sich nicht reidet | Von manhait mit dem willen sein.
Der edel helt vermezzen | Chund wol durch ere leiden, | Untz sich begunde reiden | Der chrieg auf gantzes frides sŭn.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
21, 19
(
noobd.
,
1347
/
50
):
Deu himelspitz [...] ist zwischen den zwain sibenstern, di [...] reiden sich in kraizzen weiz und kument nimmer ab der selben stat.
Niewöhner, Teichner
56, 34
(
moobd.
,
1360
/
70
):
so solt man sich von hochvart reiden.
Ebd.
464, 525
(
1370
/
80
):
also moͤcht er sich wol reiden | von in paiden sunder leiden.
Ebd.
233, 28
;
300, 58
;
327, 81
;
586, 37
;
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 174
;