reichtag,
der
;
-(e)s/-en
, auch
;
zu
mhd.
rîchtage
›Reichtum‹
(; ).
›Reichtum, Wohlstand‹; vgl. (Adj.) 4, (im Sinne von ›Zustand‹).
Überwiegend halem.
Bedeutungsverwandte:
(
das
1,  2,
1
 1,  1,  1,  1.
Gegensätze:
 1.
Syntagmen:
j. r. bekommen / erjagen / gewinnen / haben / meren / suchen, jm. den r. verbieten
;
der r. böse / gut sein, der armut wiederstreiten, mit wucher zusammenliegen, gold und geld haben
;
j. dem r. nachtrachten
;
j. seinen sin auf r. legen, durch r. etw. anrichten
;
der grosse / überflüssige / unrechte r
.;
das austeilen, die besitzung / herlichkeit der reichtagen
;
von reichtags wegen
.

Belegblock:

Qu. Schweiz. Gesch. (
halem.
,
1470
):
Was rychtagen sy ghept habind, findent ir wol in so viel kloͤsteren in diser statt.
Bächtold, H. Salat (
halem.
,
1532
, Hs.
E. 17.
/
A. 18. Jh.
):
des königs gitigkeit, | Der all sin sinn uf richtagen leit.
Kottinger, Ruffs Etter Heini (
ohalem.
,
1538
):
müessig gan kumpt uss dem gytt, | dann rychtag der armuot widerstrytt.
Adomatis u. a., J. Murer. J. Man. Spieg.
260
(
Zürich
1560
):
o todt wie grusam bist | dem der nach jung von jaren ist | Der rychtag hat / vil gold und gelt.