Glawb myr alß dem, der solchs erfarn [...] hat und nit auß eynem topffen redt.
Ders. Hl. Schrifft.
Ps. 34, 14
(
Wittenb.
1545
):
Behüte deine [...] Lippen / das sie nicht falsch reden.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
,Wes daz herze vol ist, dâ von redet der munt‘. Daz ist alwege eines guoten menschen zeichen, daz er gerne von gote rede, wan wâ mite die liute umbegânt, dâ von redent sie gerne.
wie verstendige kreichsleut darvon retten, [...].
Jr gedencken zwar jch rede von meinem Fleisch / als von einem schlechtẽ naturlichen Corper.
Daz rede ich, daz nuͦ werde irkant, | daz [...].
Köbler, Ref. Franckenfort
90, 2
(
Mainz
1509
):
[so die fürsprechen] vor den Schoͤffen reden würden / So sol [...].
Wo aber Clager oder antwurter jre sachen moͤntlich fürbrengen vñ jn die fedder redden oder thuͦn lassen woltenn / welche parthy abschrifft [begeren].
Feudel, Evangelistar
17, 27
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
uz der irvullunge des hercen redit der munt.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
9, 14
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Man rede was man welle: [...].
Wer von sachen nicht enweiß, der kan von sachen nicht gereden.
Eigen rede verurteilt dicke einen man und sunderlich einen, der jezunt eines und darnach ein anderes redet.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
304, 25
(
thür.
,
1474
):
Der genante Marggraffe ist auch sollicher worth halbin, ap her dy also addir derglichen forme geredt hette, keynerley busse [...] darumbe nicht phlichtig.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
2, 29
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
czu vordirst wil her redin von v provincien.
Nu geburet vnnß tzu reden von dyßer geburt [...].
Opitz. Poeterey
17, 25
(
Breslau
1624
):
Ein Heroisch getichte (das gemeiniglich weitleufftig ist / vnd von hohem wesen redet) soll man stracks von seinem innhalte vnd der Proposition anheben.
daz ich von disen heiligen dingẽ rede.
Gille u. a., M. Beheim
109, 21
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Wann waz sie reden mit dem mund, | das mains nit mit dem herczen.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
249, 5
(
Nürnb.
1548
):
das ist / wie der Prophet hie redet / sie begeren / das Got solche suͦnd zudecken [woͤlle].
Dem hilfft in warheit kein auffschauen, | Wie etwann auch die alten reden.
si het nv́t geret von dem hohen glenzenden vernv́nftigen adel, do von ich wol gereden kvnde [...]. Do sprachent die zwo beginen: ach lieber vatter, wir begerent an dich, [...], daz dv ettewas do von redest.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
4538
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Das man nit reden doͤrff von dir | Dein buͦben stuck.
Kurz, Murner. Luth. Narr
(
Straßb.
1522
):
Jr retten wol anders zuͦ den sachen: | Man muͦß sie dannocht leidlich machen.
Reden erdichtes. Comminisci.
Roloff, Brant. Tsp.
2167
(
Straßb.
1554
):
Darumb mag ich wol reden frey | Das ich allein allmechtig sey.
das es in der Hölle, ohnvergleichlich zu reden, besser hergehe.
wann ich eben die Teutsche Warheit reden soll, so haben Zorn, Schwälgerey, Stolz, Geitz, Uppigkeit, [...] ihren Vrspung von der Heucheley.
Jch verstehe Freyheit zu reitten vnd zu reden, dann, Lieber, was darff ein Postillon nicht reden?
Aber die so schuldig sind, die wüssend, das ich nit uß einem laͤren hafen reden.
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
(
whalem.
,
1484
):
[si] rettent alwegen úberlut: si woͤltent den kuͤgstal zerstoͤren.
Wirt eigẽtlich von den fischen geredt / als so man spricht: Der karpff ist mir Abgestanden.
Jch hat es auff ein anders / oder in einer onderen meinug Geredt.
Redstille / Verschwigenheit (die).
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
171, 3
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
daz man von dem guoten unde von dem übele in der tüewunge muoz reden, alse man von den guoten unde von den übelen in den dingen redet.
Sappler, H. Kaufringer
17, 10
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
[wie die fraw] von got süesslich reden kund.
[für gericht] er redt das wort mit weisem ticht | dem schuoster da ze frummen gar.
wer der were der unreht zuͦ den sachen raete.
als in dem klainen rat von der steur wegen gerödt wardt.
davon hat ain rat gerödt die mainung, daß zunftmaister [...] von webern geschaumaister [...] nemen mügen.
[Tullius] daselber auch redet von der freüntschaft / spricht also [...].
wañ du freünd wilt machen woͤllest von jnen guͦts reden.
Bauer, Geiler. Pred.
466, 5
(
Augsb.
1508
):
Der mund der da redet boͤße wort / ist das nest da aller wuͦst und unflat inn funden würt.
wenn du redest / das dich der boͤß gaist nit greif in deinen worten.
Du vahest etwann an tzureden in guͦter mainung / du wilt dein swoͤster troͤsten.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 53, 26
([
Augsb.
]
1548
):
Ich wills im wol abfragen. Also redet man / wenn die übelthaͤter [...] was gethon haben / auff ain leügnen.
Soll ich nicht reden / wie ichs versteh / warumb fragt man mich dann?
Es ist etwa besser inn die Faͤust / dann in Lufft geredt. Geredt ist geredt / man kans mit keinem Schwam̃ mehr abwischen. Was hinder dem Wein geredt / das gilt nicht.
Roth, E. v. Wildenberg
(
moobd.
,
v. 1493
):
das erdrich, [...], als Ysiderus redt, ist genant von einem kalten acker.
Kummer, Erlauer Sp.
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
waz ich red, daz ist nicht war.
Wackernell, Adt. Passionssp. St. I,
931, 6
(
tir.
,
v. 1496
):
Du pist halt ainer der junger, | Die mit Jhesu giengen [...] | [...] | Das red ich auff dich zu diser frist.