v. Bunge, Livl. UB
4, 179, 15
(
nrddt.
,
1397
):
[das wir] bestetigen [...] alle recht [...], de in [...] in recht und redelich gescheen.
Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
recht alsam kan neman tuͦ rechte dicheine margraf
e
scap geteilen.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
,
3. Dr. 14. Jh.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
Zu Collen qwam ein man in gastes wise, der wart mit rechtem gerichte alda bekomert umb lip unde gut.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
123, 23
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Herre sprach der twerg / jr sollent eyn rechter richter syn.
dar vmb geschehe vns etwas / so geschehe vns sere recht.
Koeniger, Sendgerichte
(
rhfrk.
,
um 1450
):
Der erste sent heisst der erste und recht sent, der ander heisst der afftersent.
Köbler, Ref. Wormbs
222, 11
(
Worms
1499
):
Wolten aber odʼ moͤchten sie nit bewysen vñ begerten an die Person in der gewalt oder verwarũg die güter gewesen zuthuͦn den Eide rechter teylung.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
(
hess.
,
14. Jh.
):
Ir vaste sal die priolen brechen durch die geste, iz insin dan rechte vastedage die man gebrechen inmoge.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501 ff.
):
Ich bin ein richter heregestalt | [...] | daß ich sale richten recht.
Herr, ich weiß wol, daß diß, so E. L. jetzo vermeldt, billich vnd recht ist, aber das vnrecht, so E. L. mir thut, ist dero vnentschüldiglich.
Feudel, Evangelistar
37, 6
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
Lazet uwir urteilen nach deme antlicze, sundir urteilet rechte nach dem gerichte.
Behrend, Magd. Fragen
(
omd.
,
um 1400
):
Ab man gesten, dy nicht dingpflichtig [...] sint, [...] eyn ding hegen sulle bussen rechtem usgelegetem dinge, daz ist von virczen tagen zcu XIIII tagen.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
6, 8
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Wir wellen beweisen, das wir [...] rechte faren in der werlt: niemands adels schonen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
243, 17
(
thür.
,
1474
):
nach luwte syner briffe unde wy rechtloufftig unde gewonheyt ist.
Sintdemmal her gud hore uffbyten, daz syn gud sy, wy er daz vorantwerttin addir vortrettin solle, daz er recht thu unde nicht unrecht.
moget ir darnach irkennen, waz recht ist.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
82, 14
(
nobd.
,
1372
):
daz daz dorfreht solt vor andern sachen vorgen, und wer reht und gewonlich, daz der lehen(herre) mit sinem reht soͤlt nachvarn.
ir recht gult, die sie schuldig sint der herrschaft, schlahen sie auf der herrschaft bawern.
Es ist nicht recht / das du deines Bruders Weibe hast.
do entsattent und beroubetent die vorgenanten fürsten von redelichen sachen, mit rehtem urteil, kunig Adolfen des romeschen riches.
under den allen so sint vier grosse und rehte rich oder keysertuͦm gewesen.
Noch dis keysers tode, wan des keysers sun noch do ein kint was, do rihtete sine muͦter das rich us wol und reht.
So sol ein keiser [...] sich in dem wider schin der gottheit, das ist mit der rechten gewonheit glich dem armen als dem richen sich lossen erkennen: So ist er ein irdischer gott.
Roder, Stadtr. Villingen
(
önalem.
,
1573
):
Welcher zue ainem richter genomen würdet, der soll schwören ainen aidt [...], dem armen als reichen gleich und recht zu richten.
dirre vorgeschribnen dingen aller zuͦ [...] rechter gezuͥgnuͥsse so haben wir [...] uͥnsre ingesigele fuͥr uͥns geheissen henken an disen brief.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
(
halem.
,
1533
):
[wie] die weber von Sant Gallen [...] garn, korn oder anders koufen und nit uf den rechten marck komen laussen.
Wyss, Luz. Ostersp.
9102
(
Luzern
1545
):
Pylate, wie gfalt dir der man? | hannd wir im recht old vnrecht than?
Sappler, H. Kaufringer
14, 399
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
[si] fraugten in [...] | was da sein geschäfte wär. | [...] | wann er fuort nit rechte sach.
es geschach des ritters knecht | umb seinen valschen rat gar recht. | der muost hangen.
[9 minch] suͦngen ain ampt zu Unser Frauen in dem neuen kor, als das recht ampt aus was.
dan es was kain rechte hochzeit. der pfaff was ewangelisch.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1340
):
Swer an dem andern einen rechten vrid pricht [...], der selb ist dem gericht verfallen.
[daz wıͤr] vnser zwên hoͤf [...] Andrê [...] recht vnd redlich, fuͤr rechtev̂ ledigêv lehen kæûfflich ze kâuffen geben haben.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
61, 26
(
moobd.
,
1400
):
darumb mir auch ain rechts recht nach meiner schuld und tatt widervaren weͣr und auch darumb verhefft und bechumert pin gewesen in solicher weiz, als recht waz.
Diser kaiser ist ain strenger rechter fürst gewesen.
Meisen u. a., J. Eck
28, 17
(
Ingolst.
1526
):
Ich gib aber euch zuͦ ermessen, ob ir recht gethan, dann ir ewernn glübt brichtigen predicanten gestat habt [...].
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
74
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
sollen si Achtung haben ob d(er) Weg(er) vnnd die Thorwartel Ihr Einemmen recht einantworttenn.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
40, 8
(
mslow. inseldt.
,
1567
):
Das er auch die Stelle, da der rechte Marchśtein hat śtehen śollen, nicht habe gewueśt.
Piirainen, Igl. Bergr.
22b, 35
(
slow. inseldt.
,
16. Jh.
):
Von dem Rechten Erbenhafftigen Stollen, wer da gehört.