rechenpfennig,
der
.
›münzähnliche Marke als Hilfsmittel für das Rechnen auf einem Rechenbrett‹; in religiösen Texten auch bildlich für menschliche Angelegenheiten, die vor Gott wertlos, nichtig sind;
vgl.
1
 12,  1.
Zur Sache:
Kahnt u. a., Alte Maße [...]
1987, 248
.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .

Belegblock:

Luther, WA (
1530
):
coram deo mus so gesagt sein: wenn ich mit dir zu rechen habe, werdens nicht gemalte ₰ vel rechenpfennig sein, sed rechte schuld [...]. Si enim sol remissio peccatorum warhafftig sein, so mus auch die suͤnde rechtschaffen sein.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1563
):
Das leben dieser zergengklichen welt und alle menschen darinn sein wie ein rechen- oder zalpfennig.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
nach ostern da prachen sie eim flaschner und eim nagler ir krem auf [...], und namen [...] rechenpfennig.
Hulsius (
Nürnb.
1596
):
Zahlpfenning / Rechenpfennig.
Turmair (
Augsb.
1517
):
per notas fit, quas vulgus cyclophoras et abaculos ,rechen pfennig‘.
Vgl. ferner s. v.  24.