rauchen,
V.
›Rauch abgeben, entwickeln‹; ›schwelen, qualmen‹; ›dampfen‹; auch: ›riechen, duften‹; ütr.: ›rumoren‹;
vgl. (
der
13.
Bedeutungsverwandte:
 14,  1,  1,  45; vgl. , .
Wortbildungen:
rauchkerze
,
rauchwerk
.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
193, 14
(
preuß.
,
1420
):
2 rochekerczen.
Luther, WA (
1525
):
die kolen ym reuchfas bedeutten die wolthat Gottis, die man ym gepett melden soll, das das gepett starck rauche und hynauff dringe.
Ebd. (
1529
):
Gott der HERR wuͤrde dich fein aus der Bierschenck ins Teufels namen holen, muͤstest dagegen arbeiten, als rauchet dir die Haut.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
daz oli rouchet vollen wol.
Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Von êrste machet ez [viur] warm und heiz, und denne sô rouchet ez und krachet.
Oorschot, Spee. Trvtz-N.
147, 18
(
wmd.
,
1634
):
Auß Einem hertzen her, vnd her | Der Athem süßlich rauchet.
Ders., Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
Es rauchet ja in Teutschlandt fast allenthalben? Wovon vnd warumb?
Eggers, Psalter
227, 8
(
thür.
,
1378
):
[Gote] der di berge ruret, vn̄ si roychent.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt. (
osächs.
,
1343
):
daz geschuͦtte rôr sal iz nicht zuͦbrechin und den rouchinden flahs
[
Mentel
1466:
riechenden
; nd. Bibel 1478:
birnende
;
Froschauer
1530:
gluͤyenden
;
Luther
1545:
das glümende Tocht
]
nicht leschin.
Maaler (
Zürich
1561
):
Gott versuͤnen oder beguͤtigen mit lieblichem Rouchwerk.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
wâ diu slang auf die erden gêt, dâ macht si die erden rauchend.
Haage, Hesel. Arzneib.
8v, 10
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
Also di speyse bleibet in dem magen und daz tranck, so reuchet es in daz hiren zu der nasen und macht den strauchen.