v. Ingen, Zesen. Ros.
86, 3
(
Hamb.
1646
):
er [liebhaber] mus kuͤhne sein / bitten / heischen / fortern [...] er muß endlich stehlen / und / wan dieses noch nicht genug ist / zum allerletzten rauben.
todten, eebrechen, rauben, und der gleychen gottis gebottis ubertretungen.
Das man nit stelen, morden und rauben soͤl, das ist kein Euangelium nit, Nein es ist ein gesecz das do lernt, was man thun soͤl.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501 ff.
):
ich
[der Teufel]
reyße sye [die lute] zu unthogenth | inn alter und inn jugent: | morden, stelen und rauben.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
wie der Geystlich standt | Die Goͤttlich Schrifft helt vor ein tandt, | [...] | Als was jn dient, vor sich außklauben, | Damit sie der Welt guͤter rauben.
Strauch, Par. anime int.
55, 4
(
thür.
,
14. Jh.
):
Christus sprichit: ,nemit und ezzit, dit ist min lichame‘. he sprichit: ,nemit‘, nicht raubit, noch stelit, noch keufit.
Ermisch, Freib. Stadtr.
(
osächs.
,
1325
):
Der man hat mich geroubet mines gutis oder hat mir verstoln mine habe.
Schade, Sat. u. Pasqu.
(
obd.
1525
):
inen ist vom römischen raubstuͦl gwalt geben, die leut zuͦ verbrennen.
Gille u. a., M. Beheim
18, 31
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
nicht anders ist die plinthait wann | Raubung des lichtz.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
79
(
Nürnb.
1517
):
[Christus]
hat mögen wegknemen die sünd, wann er hat nit geroubt die ,gleichmesikeit gots‘
[›Wesensidentität mit Gott‹]
, sunder er ist von natur der allmechtig, ungemessen, ungeendet, ewig got.
das er [keiser Friderich] den stuͦle zuͦ Rome mit gewalt roubete.
Jst also dieser gestalt das Mänschliche wesen in eine solche Verwürrung vnd vppigkeit gerathen, daß sie alle ihre Leibs vnd Seelenkräfften [...] allein zu stehlen vnd zu Rauben gebrauchen.
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
(
whalem.
,
1484
):
do man merglich roupguͦt den vienden genomen und ir ouch vil ertoͤt hat.
v. d. Broek, Spiegel d. Sünders
221v, 47
(
Augsb.
1476
):
Wider das siebende Gebot / Stellet der Teuffel auff Geld vnd Geldes wert / die Leute damit anzukuͤrren / vnd anzufuͤhren / das sie stelen / rauben / wuchern.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
33, 116
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
mach durch dein heilig siben gawb, | das ieglich christen recht gelawb, | [...] | das im chain veint sein sel icht rawb.
Bastian u. a., Regensb. UB
146, 30
(
oobd.
,
1359
):
ez sol dhein ir habe
[Besitz verurteilter Straftäter]
niht fraydig
[›rechtlichem Zugriff unterworfen‹]
sein dann die, die geraubt oder verstoln ist.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 1, 288, 5
(
moobd.
,
1345
):
[Beeinträchtigung der Kaufleute]
von raubnusse und von merung der mauten.
Gierach, Märterb.
3478
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
er hat gerawbet mïr mein prot.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1433
, Hs.
17. Jh.
):
derselb fräfler ist füer ain diep oder raubstall anzunemen oder ledige sich von dem gericht.
Munz, Füetrer. Persibein
266, 3
(
moobd.
,
1478
/
84
):
[Persibein zu einem besiegten Gegner:]
dein lebens rawbet | wirstu von mir kain weys.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
31, 36
(
tir.
,
1464
):
Wie mag ich got gepauen ein wolgefëllig haus [...] von dem güet der armen menschen, das in geraubt vnd genamen würt [...]? Was gerëchtikhait sol das sein: peschëczen die totten vnd rauben die lebentigen [...]?