ratskamer,
die
;
auch ohne Fugenelement:
ratkamer
.
›Raum, in dem ein städtischer Rat Sitzungen, Beratungen u. dgl. abhält‹; metonymisch anschließbar auch: ›Stadtrat (als Gremium), Kollektiv der Ratsmitglieder‹; vgl. (
der
) 5; 6, zu 1.
Rib.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1495
/
8
):
Vort so sall der schriver zo gesinnen unser heren v. r. in die ratscamer gain und solichn bescheit offentlich unseren heren v. r. ussagen.
Ebd. (
1441
):
Ind diese vurs boisse sall half vallen unsen herren v. r. in die buͦesse up die raetzkamer ind half dem schroderampte.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1579
):
A. 1579 [...] uff christabent, als der neu rait, s. Thomas tag erwelt, wie gewontlich von iren gaffelgnosen vor die raitkamer presenteirt waren [...] keiserliche majestat hat etliche mal an einen rait geschriben, sei sulten ire raitkammmer rein halten
(d. h. keine protestantischen Mitglieder aufnehmen).
Lau, Qu. Neuß (
rib.
,
1590
):
Wir ordnen auch hiermit, dass hinfuran die ratscammer in unser stadt Neuss mit 28 erbaren bittermanneren und personen soll bekleidet werden.