rasseln,
gelegentlich auch
rassen,
V.
1.
›lärmen, sich mit Getöse bewegen‹ (z. B. von einem Heer); häufig: ›dröhnen, klappern, knattern, rattern, klirren‹.Belegblock:
las her rasseln ec. omnes diabolos inimicos.
Denn da wird man hören die Geisseln klappen / vnd die Reder rasseln
[
die stym der gech des radesMentel
1466: ; nd. Bibel 1478:
dat geluet van dem gerochte der rader;
getum̃elWormser Proph.
1527: ;
kirrenEck
1537: ]
/ die Rosse schreien / vnd die Wagen rollen. Das wuͤnderlich zusamen rasselt / | Wie in Weldern der Donner prasselt.
Ebd.
683, 5555
: Krachten herein wie die Kesselwagen / | Wie der Reissigen vortrab rasselt.
dez morgens zu drin uren waz ein ertzbefung, dat de huse schutten und de duppen an der want rasselden.
2.
›Würfelspiele spielen‹; damit assoziiert wohl auch: ›johlen, grölen‹; als Metonymie anschließbar an 1.Wortbildungen
rasler
der
, , , , ), rasselbank
Belegblock:
Auch so sal kein geselle ader junge off keynen platz adir plan gehen zu raßeln ader spylen.
Eins abents kamen drey weineulen oder raßler zuͦ im [wirt].
ich hab aufs bischofs hof freßen, saufen, spilen, raßlen, schweren, fluͦchen, huͦrerei und alle leichtfertigkeit erfaren und gelert.
[Soltten sie] tag / vnd nacht spyelen / vnd rassen | Mitt karten / würfflen / vnd mit brassen.
[Wir] saufen trinken raslen praslen werchtag, feiertag die nacht bis an den tag, das es oben wider herauß mueß.
Auch mag man sÿ ent erben, Op eß czu eÿnem offinparen luderern, Rasler, spiler ader hurer wurde.
Schles. Wb.
2, 1081
;