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rand,1.
›Einfassung, Umfassung, Begrenzung (einer kleineren räumlich dimensionierten Einheit unterschiedlichster Art)‹; im Einzelnen: ›Besatz eines Schildes‹ (auch in tropischer Verwendung); ›Rand eines Gefäßes; Kante‹; ›Kragen, Ring‹.Belegblock:
des Gruͤnrocks scharffer Spieß / | Sein spitz obn im rand hangen lies.
Schiltt gegen schilttes rantt | Ward elleklich getrukett, | Du schwertt ze blik erzukett.
Auch furt er auf dem helm sein | Ein swann hals von perlein chlar, | [...] | Uͤber den hals so waz ein rant | Nach zobelvar gestekchet | Von hannveder gerekchet.
Gar listichleich er
[Teufel]
tzu dir rant | Und stach dich durch dez sinnes rant, | Mensch, mit seinem scharffen ger. Zwey tieffe schalen [...], die eine ist ein wenig am mundtstuckh oder rand etwas geschwaifft.
Ebd.
1128
: ein anders [schüsselein] mit keinem rand oder geschwaifft.
2.
›Ufer‹.Belegblock:
VND er machet ein Meer gegossen / zehen ellen weit von einem rand
[
lebsMentel
1466: , zu lat.
labium ›Lippe‹; nd. Bibel 1478:
boerde;
ranfftFroschauer
1530: ;
lefzenEck
1537: ]
zum andern / rund vmbher. [Jhr Pfarrer] Sprach jhnen Absolutz vnd segen / | Von einem hohen Baum am rand / | Dabey sie außtratten auffs Land.
Dieser Kieselsteinlein sahe ich auch viel am Rand deß Wassers.
Es seind auch wurmlein wie die grossen maden, [...], die findet man an den teichen am rande und heissen stockquerder.
Peil, a. a. O.
469, 6435
.3.
›äußerster Teil (eines Gebietes)‹; meist speziell: ›Grenzgebiet‹ (von flächenhaft gedachten, geographischen Bezugsgrößen).Phraseme:
in der welt rand
›im äußersten Teil, am Ende der Welt‹.Belegblock:
van der Egypten rande | Und ouch uz dem morlande | Brachte man den koufschatz dar.
Merke hie wes diz leben | Si, in dirre werlde rant.
Gotis geburt tet sie vro | Wesen in der selben zit. | Ir gesanc wart da vil wit | Gehort in der werlde rant.
Rand / Ranfft [...]. Das eusserste eines jeden dings.
4.
›angrenzendes freibleibendes Seitenstück, das Geschriebenes, Tabellen u. Ä. umrahmt‹.Belegblock:
Wenn yhr leset yn der Bibel, so suͤchet auch die oͤrtter, wilche neben aus dem rande verzeychnet sind, wie man es nennet die Concordantien.
Margo, der Rand zur seiten / dessen außwendig an den Tabelln ordendlich hinab⸗ auch bißweilen zur rechten hinauf⸗werts steigende Zieffern sind mehrenteils zehler der zeilen.
[das] der zur lincken Hand stehende Rand / zu der uͤberschrifft: der zur rechten aber / zur unterschrifft gehoͤre.