ran,
›schlank, zierlich‹ (Menschen, Tiere, Körperteile, Pflanzen charakterisierend); auch: ›schmächtig, mager‹; speziell: ›dünn, biegsam‹ (von Pflanzen).
Gehäuft nobd. / wobd.
Syntagmen:
j
. (z. B. die jungfrau
) r. sein, etw
. (z. B. der bauch / hirsch, die schenkel
) r. sein, j
. (z. B. der cholericus
) an dem leib r. sein
; der rane baum / leib / man
.Belegblock:
Zwai brustlin als zwa piren, | ain peuchlin glat und ran.
kain hassen sie
[die Ehefrau]
erlawft, | Wer sie noch so ranig und mager. Schwanger / rahn.
Ir lip ist cluͦg fúr wore | Doch ran mit vil hare.
Hans Wolf Tuͦrckt [...] was ain unachtber, klen, ran man, aber fasst fraidig und geschwind zuͦ ross.
Rahn machen / schmaͤhlern [...]. Rahne / schwanckheit.
er [Herr Jacob Fugger] ist ain herliche, lange, rane, hipsche, lustige, freliche person gewessen.
Es ist kain jungkfrau unser burgerin deren gleich. die ire muttern flyslich ziechen, mit hangenden achseln, mit geschmucktem leib das sie ran seien.