ran,
Adj.;
zu
mhd.
rân
›schlank, schmächtig‹
().
›schlank, zierlich‹ (Menschen, Tiere, Körperteile, Pflanzen charakterisierend); auch: ›schmächtig, mager‹; speziell: ›dünn, biegsam‹ (von Pflanzen).
Gehäuft nobd. / wobd.
Bedeutungsverwandte:
 1,  2,  2, (Adj.) 4,  2, (Adj.) 1,  1,
2
, dünn‹, (Adj.) 3.
Gegensätze:
,  1.
Syntagmen:
j
. (z. B.
die jungfrau
)
r. sein, etw
. (z. B.
der bauch / hirsch, die schenkel
)
r. sein, j
. (z. B.
der cholericus
)
an dem leib r. sein
;
der rane baum / leib / man
.
Wortbildungen:
rane
,
ranig
,
rankeit
hier ›Schlankheit, Magerkeit‹ (dazu bdv.:
2
).

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Mager dün rann schwanger.
Gille u. a., M. Beheim
268, 70
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Zwai brustlin als zwa piren, | ain peuchlin glat und ran.
Sachs (
Nürnb.
1547
):
kain hassen sie
[die Ehefrau]
erlawft, | Wer sie noch so ranig und mager.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Schwanger / rahn.
Schwangerkeyt / ranheyt.
Menge, Laufenb. Reg.
1646
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Ir lip ist cluͦg fúr wore | Doch ran mit vil hare.
Roder, Hugs Vill. Chron. (
önalem.
,
1509
):
Hans Wolf Tuͦrckt [...] was ain unachtber, klen, ran man, aber fasst fraidig und geschwind zuͦ ross.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
369
(
Genf
1636
):
Rahn machen / schmaͤhlern [...]. Rahne / schwanckheit.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
er [Herr Jacob Fugger] ist ain herliche, lange, rane, hipsche, lustige, freliche person gewessen.
Fischer, Eunuchus d. Terenz (
Ulm
1486
):
Es ist kain jungkfrau unser burgerin deren gleich. die ire muttern flyslich ziechen, mit hangenden achseln, mit geschmucktem leib das sie ran seien.
Ebd. :
Mit gesmucktem. Das ist hart yn gebrisen und gegürt das sie schmal und ran werden. [...] aber cherea wil die nit loben die mager und dürr seind. sunder die leibig seind.
Wyss, Limb. Chron. ;
Kurz, Waldis. Esopus ; ;
Menge, a. a. O.
2187
;