rahe,
2
rache,
die
;
–/-n
;
häufig im Diminutiv
rächel,
rächlein,
das
;
–/-Ø
;
zu
mhd.
rahe
›Stange‹
().
1.
›Stange‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. a, 2.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1499
):
Wir melden: ob indert wär ein pawr oder hawer und bedörft degkwiden, rahen, die sind im frei und nattdurft in sein haus.
Ebd. (
1459
, Hs.
M. 16. Jh.
):
ob ain nachtpaur den andern zu todt schlueg, [...] er sol sein mit versperter thuer und sol herauß recken an ainem rächlein sechzig pfening uber seinem thuerhelm zu wandl.
Ebd. (
1504
):
es ist auch [...] verpoten das kainer [...] fischen sullen weder mit angl federschnuer rachnen spraitgarn trögl noch mit kainem andern vischzeug.
2.
Flächenmaß, insbesondere für Weingärten.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 9, , 1, (
der/das
) 3, g.
Wortbildungen:
rächelstecke
.

Belegblock:

Fuchs, Kart. Aggsbach (
moobd.
,
1385
):
der erbern geistleichen herren von Pawngartenperg mit rechter furczicht verchaufft haben unsern weingarten, des funf rachen sıͤnd.
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 503, 24
(
moobd.
,
1464
):
sunder der Mett hab den heilligen Geist mit dem gartten da selb mit dem zawn vnd raͤchelstecken vͤberzewtt vnd vberstek.
Bretholz, Liechtenst. Herrsch.
351, 22
(
smähr. inseldt.
,
1414
):
von 11 rechlein weingarten dint ycz 2 den. zw s. Michelstag, das macht 22 den.
3.
ein Holzmaß (Raummaß).

Belegblock:

Rwb  f. (a. 
1423
);
Patocka, Salzwesen.
1987, 301
.