ragen,
›starr, steif sein / werden‹; in der Wortbildung meist mit der Komponente: ›(in die Höhe) gereckt, gestreckt sein‹.
Wortbildungen:
rag|or
ragenörlein
ragensterz
Belegblock:
Das in nit irrt die nachtgeschwulst | Und auch des ainliften fingers ragen.
[der bauwer] schwur dem armen hasn den todt: | Du ragenöhrlein, du must sterben.
Sie leget im die Hend uff das Hertz, aber sie fielen wider herab, also ob sie geragt weren.
aine legion mit flöh | Mit blossem gses setzt in den schne, | Welchs euch ward herber als der merz, | Der euch recht störzt den ragensterz.
Gar wol herr teüfel glaubs du mir, | Es ist mir ja der weysest ratt, | Den mein Ragohr noch nie ghört hatt.