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raffen,rappen,
V.;
zu
mhd.
raffen, reffen
›rupfen, raufen; an sich reißen‹
(); vgl. mnd.
rapen
›raffen‹
(Schiller/Lübben
f.).6, 241
›etw. sammeln, zusammentragen, an sich reißen‹; ›jn. / etw. plündern, ausnehmen‹; im religiösen Kontext ütr.: ›jn. (zu sich) entrücken‹.
Wortbildungen:
raffenin
rafholz
rappeln
Belegblock:
weil jhr [...] so kleglich jtzt schreiet, das man die kloͤster und stifft guͤter so rappet, mus ich der halben mit euch ein heimlich freundlich gesprech halten.
Ut Enoch non dicitur, quod mortuus, sed gezuckt und gerafft aus sterblichen leben ins paradis.
Selig sendt, die (sagt ehr), die ehs nit gesehen haben und glauben ehs, Da rafft ehr zu hauffen alle die jenigen, die ehs nit gesehen haben.
geiner sall vor den sonnenufgank noch nae der sonnen undergank up dem busch buschen oder raffen.
Der geitzig und sein raphenhin stelleten sich wol deßgleichen.
Bächtold, N. Manuel. Zugabe H. R. Manuel
304, 50
(o. O. o. J.): Das hat dich alle bosheit glert, | Huͦren, spilen, füllen und prassen, | Alls zuͦr dir rappen us der massen.
Raffen / etwas begierig auffheben vnd hinnemmen.
ist er übel erschrocken, also das im der herr wol angemerkt, das er den sack hab rabellet.