rafe,
der
,die
;–/-n
.›Dachsparren, Dachbalken‹; auch generalisierend: ›Bauholz‹.
Obd.; gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Phraseme:
unter js. russigem / russigen rafen
›im Hausfrieden (unter dem vom Herdfeuer geschwärzten Dachgebälk als pars pro toto für das Hausinnere)‹.Syntagmen:
etw
. (Subj.) rafen haben, j. die rafen aufziehen, auf die balken / gegen den winkel setzen, jm. rafen aus dem holz lassen
; etw
. (Subj.) an den rafen hängen, j. mit dem einen fus auf dem rafen stehen, den chor mit rafen bauen, etw. von rafen durch den
[einen Bach] füren, etw. zu rafen gebrauchen
; x denar von jedem r
.Belegblock:
Rafenmacher sparrenmacher.
das danne die kirchen pfleger [...] den chor mit swellen, traͤmen und raffen [...] buwen sond.
Weler theinem löfft in sin Hus vnd den fraͤuenlich beschalket vnder sinen ruͦssigen raffen, beßret dem twingherrn von iedem durchgänden raffen 1 ℔ 7 ß.
[alle und ieglich zimberluͥte] suͥllen darzuͦ die rafen an allen buͥwen gen den winkeln uff die balken setzen.
die [kelber] sein übernacht an raffen gehangen und ufgethon gewesen.
Wellicher kolhoz, rafnholz oder ander holz niderslecht und lasst das erfauln und verderbn, [...] sol darzue gestrafft werden.
hüener haben die gerechtigkait, waid ze suchen, wann ainer auf dem fürst des hauses mit dem ain fueß steet mit dem andern auf dem rafen.
Von jeder Rafen oder Latten 1d.
Kocher, Rechn. Schönenwerd
359, 73
; UB Zug
1979, 9
; Winter, Nöst. Weist. ;
Starzer, Qu. Wien ;
Schweiz. Id. ff.;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 486
.