rachselig,
Adj.
›feindselig‹ (zur Charakterisierung einer Haltung); auch: ›(jäh)zornig, streitbar‹;
vgl.  23.
Bedeutungsverwandte:
,  1, , ; vgl.  3.
Wortbildungen:
rachseligkeit
›Feindseligkeit; Zorn‹ (dazu bdv.: vgl.  2, , ,
der
, 1).

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1558
):
So bleiben sie zufrieden beid, | Das kein rachseligkeyt erwachs | Durch ir beywonung, spricht Hans Sachs.
Ebd. (
1563
):
Und theten auch darbey verjehen | Der heyling streng rachseligkeit.
Ebd. (
1569
):
Das pferdt schlug auff hinden und vorn | Und ward samb gantz rach-schelig worn.
Ebd. (
1555
):
Grimig oder gar pluetgirig | Rachselig wutend oder schwirig.
Ebd. (
1563
):
Denck an dein rachseliges hertz, | Denck an deins kalten neides schmertz.
v. d. Broek, Spiegel d. Sünders
158, 7
(
Augsb.
1476
):
die mit haß oder neid oder rachsaͤliger begird widʼ iren naͤchsten brĩnend vmbgeben seind
.
vnd mit dẽ fúrsatz dariñ verharrend.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .
Vgl. ferner s. v. ,  3.