räue,
räuche,
die
.Belegblock:
das ir [Heintz, Kuntz und Hermen] eüch der frewd nit praücht | und der Greden unten nit aüff laucht: | last ir den schurcz fleck darob hangen | und laßt jr eng die rauhen die langen
(›lasst ihren Intimbereich unberührt‹). Der bauch vom grübli bis auf die reuhi, die seiten under den rippen sind für sich selbs ein sonder teil mit seiner eignen description.
[Wildschweine]
so sich in ainer reuchin von wegholder [...] beschlagenir ermlin, hendlin sind gevillt, | weiss als ain swarze rühen.
zung an zünglin, brüstlin an brust, | bauch an beuchlin, rauch an reuchlin.
nu hilft den pern nicht sein rauͤch; | in pringt ein plozzer man in swaͤr.
2.
›Unwegsamkeit‹; daraus resultierend: ›Beschwerlichkeit‹.Belegblock:
Wobd.
Phraseme:
der räue nach
›strenggenommen‹.Belegblock:
Austeritas, seüre, raͤche / ernsthafte / sawrsehung.
so ir der rüche nach wend, so hettend sy den tod zwurend verdienet.
weder milte, noch ruͤche wolt helfen.
Reüche / Grobheit / Hertigkeit. [...]. Reüche vnnd groͤbe oder vnhandsame deß gemuͦts. [...] Reüche vnd groͤbe zereden [...]. Reuche vnd strenge deß raͤchten.
in welcher zeit er auch maniche wunderbarliche und nachtailige practica hat abgewendt, mer mit senftmüetigkait und nachgeben, dann mit ainichem drutz oder rewhe.
V. Anshelm. a. a. O.
314, 21
;