product,
das
;
–/-en
;
aus
lat.
prōductum
, subst. Neutrum des Part. Prät. von
prōdūcere
(
Georges
2, 1958
;
Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 1045
).
1.
im Rechtsbereich ›vorgelegtes Zeugnis, Schriftstück‹;

Belegblock:

Laufs, Reichskammergo.
274, 5
(
Mainz
1555
):
Weyther soll den advocaten und procuratorn erstlichs ire producten und schriften in referirung der sachen [...] taxirt und die tax in der urtheyl expensarum außgedruckt werden.
Laufs, a. a. O.
119, 1
;
149, 14
.
2.
in der Rechenkunst (Arithmetik) ›Ergebnis von Multiplikation und Division‹.

Belegblock:

Ries, Rechenb.
J 2v, 14
(
Erfurt
1522
):
gib mir ein zal / wan ich 2/3 der selbigenn zal addir / mit 4 multiplicir / zum product 8 addir.
Rot
341
(
Augsb.
1571
):
product, Der außzug eines dings / sonderlich in der Arithmetica heist die zal so durch die diuision herauß kommet / das product.
3.
phras.:
jm. ein(e) product(en) abstreichen
›jm. den Hintern durchhauen, Schläge verteilen, jn. verprügeln‹.

Belegblock:

Barack, Zim. Chron.
3, 460, 27
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die andern namen ine in einen finstern winkel, zogen ime die hosen überab und striche im ein guete producten ab.
Schwäb. Wb.
1, 1431
;
6, 1695
.