podagra,
podagram,
podagran,
das
,
auch
die
;
zu
mhd.
pôdâgrâ
›Podagra‹
(), dies über
lat.
podagra
(
Georges
2, 1749
) aus
griech.
podárga
›lähmende Fußgicht‹
( f.).
›Fußgicht‹.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
194, 15
(
Frankf.
1535
):
Wan mann sie etwa zů mischet / vnd sich damit salbet / so dienet es dem iucken / vnd den geschweren vnd podagra.
J. W. von Cube. Hortus
93, 11
(
Mainz
1485
):
Diß kruts blomen vnd wŭrtzeln [...] vber das fuß wethum genant podogra geleyt glich eynem plaster benympt den we thum zů hant.
Gerhard, Hist. alde e
2840
(
omd.
,
um 1340
):
Er brachte im wetage zu | In sine vuze mit unru. | Van dem smerzen Aza vertarb | Und van der podegren starb.
Fischer, Folz. Reimp
43, 309
(
Nürnb.
um 1491
):
Alle geschlecht der podagra, | Cirogra und arthetica, | Auch der sciatica es dint, | Vorauß der, die von kelten synt.
Euling, Kl. mhd. Erz. (
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
Wan der mon ist jm vische sües, | padagram an fuessen nit pues.
Fastnachtsp. (
nobd.
,
1529
):
Ei daß dich all plag und straaf angang, | Die uff erd sind kon syd der wält anfang! | Pestilenz, bül, blatern, lemmen, podegran.
Sachs (
Nürnb.
1544
):
Ein gesprech der götter ob der edlen und bürgerlichen kranckheit des podagram oder zipperllein.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
dann wann der [mist] den krummen fiessen an hangt, gebiertt es das badagra.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1551
):
Darüber der kaiser vast zornig worden, und ine das podagran ankomen ist.
Sudhoff, Paracelsus (o. J.):
haben sie sich selbs in großen schmerzen in glidern erlediget und fürnemlich also von aussaz, franzosen, leme, podagran, wassersucht, schwintsucht, krebs, fistel, sirei, wolf ec. und allen bösen alten scheden.
Gierach, Märterb.
3630
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
drey siechtum, dye ich | dier nü vor nenne [...] | das tägleich fieber und sincopam | und dye ubeln podagram.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
wer amomum trink, daz sei guot für der pain siehtum, der podagra haizt.
diu salb ist guot für der âdern gegiht daz artetica haizt, und für der füez und der pain giht, daz podagra haizt.
Eis u. a., G. v. Lebenstein
66, 7
(
oobd.
,
1. V. 15. Jh.
):
Wem in der seitten we sey oder das potegra hab, der salb sich do mit: so verget es jm.
Zingerle, Inventare (
tir.
,
1484
):
hab ich nicht in die zedel geschriben, wein ich offt ain lannge nacht darauff, hab mit der podagra vnd auch sunst.
Bremer, Voc. opt.
1, 363
;
Voc. inc. teut. c
viijv
;
Rot
339
;
Hulsius
N iijr
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 221
;
Eckel, Fremdw. Murners.
1978, 47
;
Öst. Wb.
3, 528
.