poch,
der
;
zu
mhd.
boch
›Prahlerei, Trotz‹
(Lexer
1, 320
).
›Trotz, anmaßendes Auftreten, Hochmut‹;
zu  6.
Syntagmen:
p. und troz; p. und stolz
.

Belegblock:

Luther, WA
30, 3, 145, 32
(
1529
):
dann er werde Im (hat er mit grossem trutz vnd poch gesagt), dem Luther, noch den halß prechen.
Sachs
15, 270, 23
(
Nürnb.
1562
):
Der könig in zorn vol hochmuts, | Der gieng hinein mit poch und trutz.
Ebd.
17, 153, 16
(
Nürnb.
1554
):
wolt ir auch mit kirschenholtz | Vertreiben disen poch und stoltz.
Chron. Augsb.
9, 355, 14
(
schwäb.
,
1541
):
Wir hatten die arbeit, sie den nutz, | Zuletzt trieben sie poch und trutz.
Jörg, Salat. Reformationschr.
382, 9
(
halem.
,
1534
/
5
):
So unnsinnicklich brach dise sect us / so mit grosser ungestuͤmj / unfůg / unzimlichem / unerberlichem / ereverletzlichem / trutz / boch.
Adomatis u. a., J. Murer. A
1885
(
Zürich
1565
):
will aller bschwerden üch entladen | So ir under mins vatters joch | hand glitten mit vil drutz und boch.
Reithmeier, B. v. Chiemsee
14, 13
(
München
1528
):
jren hochmuoet vnd poch wider christenliche kirch vnd jr diener treiben.
Winter, Nöst. Weist.
2, 400, 32
(
moobd.
,
1524
):
so ein angeseßner feindschaft hette und würde von demselben in sein haus gejagt und daß ime mit gwalt und puch daßelbig außgestoßen wurde, auf solches sol richter [...] sehen.
Schwäb. Wb.
1, 1240
;
Schweiz. Id.
4, 969
;
Öst. Wb.
3, 510
.