pfenni(n)g,
der
;
-s/-e
, auch
;
zu
mhd.
phenni(n)g
›Münze, Pfennig‹
(Lexer
2, 238
), Herkunft unklar (Kluge/S.
1995, 539
).
1.
›Münzstück von verschiedenem Gehalt oder Gepräge‹.
Syntagmen:
ein goldener / kleiner / kupferner / roter / schwarzer / silberner / steinerner / weißer pf
.; nach dem Prägeort und Geltungsbereich, z. B.
ein böhmischer / Constenzer / Freiberger / Ingolstätter / Landshuter / Magdeburgischer / Münchener / Regensburger / rheinischer / Wiener / Würzburger pf.; einen pf. abziehen / auswerfen / beschroten / bezalen / finden / geben / münzen / nachlassen / nemen / schlagen / stelen / verlieren
.
Wortbildungen:
pfenni(n)gfleisch
,
pfenni(n)gmünze
,
pfenni(n)gsemmel
,
pfenni(n)gstok
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
1, 61, 24
(
preuß.
,
1394
):
von der muncze hat unser herre, der homeister, bevolen […] das der müntzemeister czu Thorun mit den cleynen pfennigen sal uffhoren.
Ebd.
1, 415, 22
(
preuß.
,
1424
):
so haben die stete under in gehandelt von den cleynen pfennyngen.
Ebd.
2, 344, 23
(
preuß.
,
1441
):
is befolen den hern von Thorun […] das der kleynen pfennige nicht czu viel werden geslagen.
Ebd.
5, 744, 32
(
preuß.
,
1523
):
Der cleinen pfennig halben soll in dem muntzen bevolhen werden, hinfurt derselbigen nicht mer zu muntzen gestatten.
Klett, J. v. Soest
11, 1068
(Hs. ˹
wmd.
,
1470
/
80
˺):
als off men eyn pfennung ront | in eynen bron wurff off den gront, | schynt er vil grosser, dan er ist.
Rueff, Rhein. Ostersp. 
1646
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
czehen pennige hant ir verczert; | die sint mir hude von uch beschert.
Kollnig, Weist. Schriesh.
156, 42
(
rhfrk.
,
1595
):
So aber ein gemeinsmann stierbt, sollen ihn di nächsten oben und unden tragen und haben von einem jeden toten von der gemeind zwölf pfenig zu verzehren.
Karnein, Salm. u. Morolf
214, 4
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
er gabe im einen gulden pfenig, | der in niergent mochte han.
Froning, Alsf. Passionssp. 
3198
(
ohess.
,
1501 ff.
):
Sich, das synt die pennige! eyner, zwen, dry.
Ebd.
3212
:
Der pennigk ist roit.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
163, 14
(
thür.
,
1474
):
Also machen nün phunt phundiger pheninge nün fyne margk silbers.
Ebd.
164, 30
:
met syner rechten gesacztin busse, daz sint dryssig schillinge pheninge.
Ebd.
253, 10
:
so man eyn fynnecht swyn met deme derttin phenige vorbessere nach gewonheyt des landeß.
Strauch, Par. anime int.
106, 3
(
thür.
,
14. Jh.
):
di boisheit wirdit geoffinbarit in der pine, und geschihit deme menschin alse deme kupperen phennige.
Ebd.
116, 15
:
ein frauwe forlois einen guldenin phenninc, di inbrante eine lucernen […] und suchte fliezliche.
Thiele, Chron. Stolle
330, 25
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Ein brot also gross als eyn ey galt einen wissen phenning in deme here.
Ermisch, Sächs. Bergr.
106, 17
(
osächs.
,
1492
):
Item der gegenschreiber […] sol alle zcechen […] die gewercken einer zceche und dem schichtmeister nicht mer dann xii nawe pfennyng geben.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
15, 8
(
osächs.
,
1343
):
Odir welch wip hat zwên gewegine pfenninge, und ob si vorlûsit einen geweginen pfenninc.
Ebd. M.
18, 28
:
Abir jenre knecht ginc ûz und vant einen von sinen zůknechten, der solde ime hundert pfenninge.
Ermisch, Freib. Stadtr.
75, 19
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Wer da koufit mit alden Vriberschen pfenningen, der verbuzet nicht.
Ebd.
229, 15
:
Swenne di munzmeistere […] nuwe pfenninge uzwerfen, so sullen si di alden verbieten.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
26, 7
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Der groze chaam der hot eyne muncze alleyne in Cambalii, unde dy pfenninge dy macht man von permynte.
Ebd.
54, 3
:
von dem selbin krute ryst man glich eyme pfenninge und ist gehaldin in der provincien.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
305, 12
(
osächs.
,
1523
/
4
):
mit neuen pfunden pfundischer pfenning, die […] geng und gebe sein.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 182, 28
(
schles.
,
1629
):
von angeregtem bergwerck, da sie doch in flore gewest, auch niemaln einigen zehend oder heller noch pfennig davon gegeben.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
429
(
schles. inseldt.
,
1469
):
ap her hette beczalth iii marg phenige.
Behrend, Magd. Fragen
205, 4
(
omd.
,
um 1400
):
wisszet umb desze vrogen unde recht geboren uns xii schilling Magdeburgischer pfenninge, deme schriber eynen schilling, unserm knechte, der uns pfleget zcu vorboten, sechs pfennynge.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
191, 11
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Das […] jahr wurden die böhmischen weissen pfennige die gueten mit den falschen zubrochen.
Leman, Kulm. Recht
2, 5, 35
(
Thorn
1584
):
Vnde ist das eyn man by luten sytzet vnd hot pfennynge in synem butyl.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
166, 19
(
nobd.
,
1396
):
Man hat auch […] zwen Brüder verbrennet, […] hatten böse Pfenning gemünzet.
Gille u. a., M. Beheim
444, 58
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wer pfenning gibt, des buss würt leicht.
Turmair
1, 165, 3
(
Nürnb.
1522
):
Solchs zaigen an die alten Regenspurger pfenning.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 359, 3
(
Nürnb.
1631
):
Zum Hohenpriester er sich fügt, | Den HErren zu verrahten lügt, | Nam dreyssig Pfenning behende.
Chron. Strassb.
599, 1
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
do wart ouch vil […] silberin ampellen zerbrochen und zů pfennigen gemaht zů Rome.
Morrall, Mandev. Reiseb.
63, 6
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Und da selbs warff Judas die trissig pfening in den sal.
Chron. Augsb.
3, 159, 2
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
ain wagen, darauf lag vil klains gelts und ander pfennig.
Barack, Zim. Chron.
4, 118, 11
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Im abschaiden hat man ir ain reinischen pfening zu lohn geben.
Thiele, Minner. II,
13, 318
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
wa zwen blinden | in einer heissen aschen | ein glatten pfennig vinden, | von den so hebet sich ein michel daschen.
Koppitz, Trojanerkr.
9738
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Gold, silber und pfeninge | Wig ich dar umb claine; | Es wer ain sold unraine.
Ebd.
16369
:
Doch warend, als man noch saitt, | Ir pfennig guldin unde brait.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
215, 5
(
halem.
,
1377
):
wer die phenninge beschrotet, dem sol man die vinger abslahen.
Bihlmeyer, Seuse
475, 12
(
alem.
,
14. Jh.
):
da gat eine hin und vindet einen guldin pfennig.
Ebd.
499, 4
:
Dir sint doch tusent marg als ein pfenning zů lassende.
Päpke, Marienl. Wernher
9422
(
halem.
,
v. 1382
):
Er warf uf den esterrich | Die phenning und gieng henken sich.
Schib, H. Stockar
92, 33
(
halem.
,
1520
/
9
):
Uff das jar ain guldin pfenig und 2 guldin ring lon machen.
Welti, Stadtr. Bern
530, 17
(
halem.
,
15. Jh.
):
Dar zů so sol er dehein muntz, weder […] fünffer noch pfennige […] malen.
Kottinger, Ruffs Etter Heini
3210
(
ohalem.
,
1538
):
gemacht ich han b’scheid, den verstand | mit dem herzogen von Meiland, | der unser nachbur ist nit wytt, | das er mir ierlich wartgelt gitt | dusig guotter di ken pfennig.
Sudhoff, Paracelsus
14, 24
(
1567
):
man findet ganz steinerne […] pfennig mit altem gepreg, sind aber am ersten metallen gewesen.
Thiel u. a., Urk. Münchsm.
136, 18
(
moobd.
,
1303
):
Darvmb hat mir gegeben der abt von Mvͤnster vnd daz chloster fivmf pfunt pfenning Ingolstetær.
Ebd.
141, 40
(
moobd.
,
1322
):
davon jærichlich gebn sulen auf sant Michels tach fvͤmf pfvnt Mvncher pfenning.
Ebd.
152, 9
(
moobd.
,
1330
):
swas ich emalen gechavft han von dem abbt vnd von dem gotzhavs ze Mvͤnster, vmb driv vnd dreizig pfunt vnd sechze pfenning Regenspurger pfenning.
Herzog, Landsh. UB
113, 35
(
moobd.
,
1306
):
her Leo […] hat die pewnt angeslagen auf ain pfunt Reg. Pfennig.
Bastian u. a., Regensb. UB
57, 15
(
oobd.
,
1355
):
Wir […] geben in von unsern fuͤrstleichen genaden mit disem brief, daz si unser muͤnsse, Regenspurger pfenning, meren schuͤllen.
Bastian, Runtingerb.
2, 300, 9
(
oobd.
,
1396
):
und enpfalch im sunderlich 205 markch […] newer Regenspurger pfenning.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
43, 36
(
oobd.
,
1438
/
9
):
eine summe gelts mit namen sibentawsend pfund pfenige, die dann zu […] Lunenburg genge und gebe warent.
Gereke, Seifrits Alex.
3159
(
oobd.
, Hs.
1466
):
dem gib ich das moneyt | funf chuercz schilling | guldeiner phenning.
Winter, Nöst. Weist.
3, 81, 16
(
moobd.
,
1615
):
sondern ain ieder haußwirth […] das anvogtgelt für ain convolk funfzehen kreuzer, von ainer ainzigen persohn siben kreuzer zwen pfening bezallt.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
5, 25
(
mslow. inseldt.
,
1569
):
sol Jhm ein Pfennig drumb abZogen werden.
Skála, Egerer Urgichtenb.
119, 10
(
nwböhm.
,
1574
):
ein Nadel Tasch darin 1 gantzen halben Taller vnd Ettlich Pfennig gewest.
Grosch u. a., a. a. O.
185, 40
;
251, 36
;
Bechstein, a. a. O. M.
22, 19
;
Gille u. a., a. a. O.
118, 508
;
Morrall, a. a. O.
556, 11
;
Gehring, a. a. O.
162, 31
;
Welti, Stadtr. Bern
40, 13
;
Rennefahrt, a. a. O.
214, 27
;
291, 20
;
Welti, Urk. Rheinfelden
434, 6
;
Maaler
316r
;
Köbler, Stattr. Fryburg
95, 20
;
Thiel u. a., a. a. O.
146, 28
;
151, 5
;
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
78, 11
;
Bremer, Voc. opt.
1, 361
;
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
83, 22
;
Maag u. a., Habsb. Urbar
2, 1, 302
;
Keil, Peter v. Ulm
436
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 220
;
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 266
;
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 93
;
Weber, Oswald.
1847, 400
;
Dasypodius
13v
;
Dief./Wü.
799
;
Pfälz. Wb.
1, 811
;
Bad. Wb.
1, 197
;
Schwäb. Wb.
1, 1032
;
Schweiz. Id.
5, 1108
 ff.;
Vorarlb. Wb.
1, 331
;
Öst. Wb.
3, 48
.
2.
›bares Geld, Vermögen‹.
Phraseme:
jm. einen dicken pfennig
›viel Geld‹
an die hand geben
.
Bedeutungsverwandte:
, (
das
1.
Syntagmen:
bare / geständige
›wertbestendige‹
pf.; pf. geben / gewinnen / haben / leihen / nemen / stelen / verdienen / verlieren / zusammenbringen; um pf. spielen
.

Belegblock:

Chron. Köln
1, 1183
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
hundert der besten van der stat, | die geloifden myt irre truwen dat, | dat sy die pennynge solden gelden vp den dach, | den man in der sonen dar zo besprach.
Buch Weinsb.
1, 161, 23
(
rib.
,
um 1560
):
Er wolt mir eins sinen son Arnoldum […] in die kost doin; des peninks waren mir eins, aber ich beclagt mich, es weren geine kamern vurhanden.
Große, Schwabensp. 
210l
, 15 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
sine pennige vorluset her, de her dar vf gelech, her ne habe denne burgen dar vf oder se vz gedinget.
Ebd.
232l
, 16:
Swer pennige deme anderen loubet, ist iz in einer stat, her sol im geben, de genge vnde gebe sin.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp. 
1262
(
mrhein.
,
um 1335
):
Nů hudent sin bit sicherheit. | Die pennige sollint ir han bereit.
Behrend, Magd. Fragen
24, 7
(
omd.
,
um 1400
):
Euwer wisheit uns hat gebeten, das wir euch geben recht, wer recht vorkouffen moge, wo lute eyner sache rechtis gerne dirfolgen wolden umme ire pfenninge.
Ebd.
167, 14
:
ab her ym czu syner notdorfft czerunge gebin sal unde wy vil pfenninge her ym tegelich gebin sal.
Ermisch, Freib. Stadtr.
73, 24
(
osächs.
Hs. 
v. 1325
):
Di munce zu Vriberc sal man nicht dicker anderweiden noch vernuwen anme slage unde an den pfenningen wen zu einem male in dem iare.
Ermisch, Sächs. Bergr.
12, 14
(
osächs.
, Hs.
1433
):
Hat yn denne der richter bestetiget, so mag her yn manen, also her ym bevalen hat, ab dy pheninge vordinet syn adir nicht.
Luther, WA
30, 2, 61, 23
(
1529
):
Wenn mein son so viel lernet, das er den pfennig gewinne, ist er geleret gnug.
Gille u. a., M. Beheim
52b
, 41 (
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Wer phening hot, | des sund wirt rot, | wie tieff sy ruret.
Ebd.
425, 55
:
da gab man in geleich | ach zu pfeningen allen gar.
Mayer, Folz. Meisterl.
52, 30
(
nobd.
,
um 1480
):
Het ich der pfenning mere, | Ich acht der sel nit sere; | Ir wont doch dort kein leben pey.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
454, 17
(
nobd.
,
n. 1525
):
Die […] wollten knecht annemen und die dem hellen hawfen zuschicken, auch ainem ain dicken pfenung uff die hand geben.
Chron. Strassb.
74, 8
(
els.
,
1362
):
Do die dumherren […] us der stat furent, do noment sü mit in waz sü in baren pfennigen hettent.
Ebd.
939, 31
(
els.
,
1371
):
schenke, miete noch mietewon, noch waz den pfenning treffen oder den menschen erweichen mag.
Fuchs, Murner.
4
Ketzer 3011 (˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Vß disen sachen zů jn wardt, | Zwo grosser vnzälicher fart | Vffgericht / von den nit wenig | Inen ward der gůten pfennig.
Chron. Augsb.
1, 70, 11
(
schwäb.
, zu
1381
):
Man sol wizzen, daz allez daz gůt, daz die pfaffen hetten […] daz nam diu stat allez zů ir: pfening, korn, pett, půch, husgeschirr.
Sappler, H. Kaufringer
20, 22
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
so kan maniger reden schon, | die zungen keren, wie man will, | der im newr geit pfenning vil.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
2914
(
schwäb.
,
1453
):
Vil lüt hond gern die pfenning bar.
Ebd.
58, 69
:
Ich main, ich fund noch wol min kouff, | Hett ich bargelt und pfenning vil.
Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
34, 20
(
schwäb.
,
1548
):
wa sy warenn gelegenn, gaben sey neymantt kein pfenig und namen den leyttenn das ir darzu.
Bihlmeyer, Seuse
25, 16
(
alem.
,
14. Jh.
):
Do mornend ward, do kom ein froͤmdú person und brachte dem convent ein gůt teil núwer pfenning.
Menge, Laufenb. Reg.
5494
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Doch die armen die nit hant | Pfenig oder kisten pfant | Die sont ruten waschen wol reyne | Vs frischem wasser als ich meyne.
Matthaei, Minner.
1, 2, 337
(Hs. ˹
nalem.
,
1459
˺):
der Pfenning an dem rechten | tůt bannen und echten, | bevesten und citieren, | mit falschen zungen absolvieren.
Welti, Stadtr. Bern
109, 21
(
halem.
,
1311
):
daz der selbe Burchart vnd Anna sin wirtin daz selbe hus fuͥr fuͥre vnd mit ziegele deken suͥllen, buwen mit ir phenningen.
Ebd.
126, 12
(
halem.
,
1387
):
daz nieman silber, plaphart, phenning noch kleinoder von der statt fuͤren sol.
Adrian, Saelden Hort
193
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
ere und gůtz han ich vil, | daz ich dir alles geben wil: | pfenning, silber und golt.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
1007
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Als uns bewyset die göttlich ler, | das sy die pfaͤnning lichend hin, | Und wan sy soltend kainen gewin | Nach Gottes gebott davon enpfǎn.
Rennefahrt, Stadtr. Bern
281, 29
(
halem.
,
1449
):
so sol ich und min erben soͤlich veil gůt […] minen herren von Bern veil bieten, ze kouffen geben und umb einen bescheidnen pfenning.
Merz, Urk. Wildegg
49, 9
(
halem.
,
1453
):
das si dem vesten junckherr Tuͥringen Esinger, irm gemachel, […] verschaffen woͤlt alles ir gůt, ligends varends, gends, stends, es sie eigen lechen pfenning vnd des werts.
Stammler, Berner Weltger.
337
(
ohalem.
,
1465
):
Frünt vnd pfennig veruant denne nit, | Der sünder wirt nach recht gericht.
Lemmer, Brant. Narrensch.
17, 32
(
Basel
1494
):
All kunst / ere / wißheit / ist vmb sunst | Wo an dem pfening ist gebrust.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 224, 18
(
halem.
,
1508
/
16
):
da úbergab graf Otto von Strassburg die statt Loupen zů des richs handen mit dem geding, das man dem vogt von Lossann sollte geben jerlich 100 pfund, halb korn und halb pfennig.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
775, 15
(
halem.
,
1615
):
und soll der ander […] an zit und pfenningen lyden und abtragen, es sye wundthaten, trostungbrüchen.
Dirr, Münchner Stadtr.
38, 27
(
moobd.
,
1289
):
Und sullen in demselben hof nicht schencken kaynerlay sach vailes trincken, noch kaynen gast umb pfenning emphahen noch haymen, wan der irs ordens ist, oder dem sis umsünst ân pfenningen geben woͤllen.
Ebd.
278, 18
(
moobd.
,
um 1310
/
2
):
Wan wir nu gestendich pfenning haben, so wellen wir uns setzen.
Ebd.
421, 17
(
moobd.
,
um 1365
):
Swenn er dann daz selb gůt verchauffen wil, daz mag er geben ze pitt oder umb beraitt pfenning.
Ebd.
585, 16
(
moobd.
,
1377
):
Und die sol igleich fronbot einbringen in seinem viertail und nehsten rats tag in den rat antwurten, pfant oder pfening.
Herzog, Landsh. UB
333, 13
(
moobd.
,
1359
):
der wir si richten vnd wern suͤllen uf sand Marteins tag […] mit pfenningen, die dann gib vnd gaͤb sind.
Winter, Nöst. Weist.
2, 957, 9
(
moobd.
,
um 1330
):
Ist aber daz der selb hold ist dingt ab umb phenning.
Bischoff, Steir. Landr.
188
(
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
Ez mag nyemant phennig bestetigen, die ym verstolen sind.
Mollay, H. Kottanerin
28, 19
(
moobd.
,
1439
/
40
):
Man strewt auch phening vnder das volkch.
Gereke, Seifrits Alex.
7083
(
oobd.
, Hs.
1466
):
doch umb sein phening | die wueg er gar ring | wann er het ir gar genueg.
Leidinger, V. Arnpeck
634, 25
(
moobd.
,
v. 1495
):
doch hett er ernstlich geschafft mit seinen anwalden, das mans den fürsten und allen turniereren wol erpüt umb ainen gleichen pfenning.
Skála, Egerer Urgichtenb.
117, 17
(
nwböhm.
,
1574
):
Sie habe der frauen Zuuor Kein heller noch pfenning genohmen, solchs hoch beteuret.
Schönbach, Adt. Pred.
31, 34
;
Vetter, Pred. Taulers
412, 29
;
Schlosser, a. a. O.
5309
;
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
87, 20
;
Rennefahrt, Statut. Saanen
20, 9
;
Lemmer, a. a. O.
46, 61
;
Dirr, a. a. O.
62, 29
;
192, 22
;
279, 7
;
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
60, 38
;
Schottenloher, Flugschrr.
57, 6
.
3.
Bezeichnung für einen bestimmten Teil eines Vermögens, für den Wert einer Sache.
Phraseme:
blutige pfennige
›Strafgeld bei Vergehen, bei denen Blut fließt‹;
böse pfennige
›Abgaben, Steuern‹;
gemeine pfennige
›Steuern‹;
gleiche pfennige
›erschwingliche Preise‹.

Belegblock:

Große, Schwabensp. 
88a
, 25 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Jst aber nicht vredes gesworen, So bůze he mit pfennigen nach gůter gewonheit.
Ebd.
154a
, 7:
Ist iz aber drier pennige wert, man sol im hůt vnde har abe slan.
Ebd.
154l
, 11:
Swer in kerchen oder in kerkhouen stelet, daz drittich pennige wert ist, man sal in Radebraken.
Ebd.
232l
, 16:
Swer pennige deme anderen loubet, ist iz in einer stat, her sol im geben, de genge vnde gebe sin.
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
63, 18
(
preuß.
,
1401
):
11 m. an 5 pfenge den von Aldenmonsterberg das how uff der fleyerwesen uffczubrengen.
Hilliger, Urb. St. Pantaleon
341, 21
(
rib.
,
1426
):
verstorven beyde hande, soe vervelt den hern 2 kurmede, ind sal man asdan dat guet myt den zwelfte pennynk wynnen weder aen de hande.
Kollnig, Weist. Schriesh.
28, 3
(
rhfrk.
,
1399
):
Hans Kistener git der Grebern vor dem berge 3 sol. pfeninge von einer wiesen in der Steynbach.
Ebd.
253, 2
(
rhfrk.
,
1470
):
hat unser gnediger herr den zehenden pfennig von eim fuder wins, das man zu Schrießen schenkt.
Rueff, Rhein. Ostersp. 
958
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
du wust woil zu disser stont | edeler salben eyn michel deil, | umb eyn rechten pennig sy sie veil.
Küther, UB Frauensee
164, 27
(
thür.
,
1372
):
Daruͤm han sy gegebin czwenczig phund hellir vechschir were yden tuͤrnos gerechint vor ffonfczen phennige.
Ebd.
179, 3
(
thür.
,
1390
):
daz der bescheiden man Henrich Francke von Stetefelt, Alheid sin eliche wirtinne […] vorkoufft haben eyn phunt phenninge isenescher were jerlicher gulde an und uff vier ackir wisewachs.
Ebd.
247, 18
(
thür.
,
1486
):
davon unß dann der gemelt Hans Wigant Barbara sin eliche wirtin […] gebe sollen alle jare […] eyn vaßnachtishunn unde fur sechß pheninge eynn schonbrott.
Thür. Chron.
12
R, 27 (
Mühlh.
1599
):
daß was vorhin 4 Pfennige galt, daß galt dazumal einen Pfennig.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
175, 18
(
thür.
,
1474
):
dy von Raniß vorder antwerten, daz ir gotishuß jerlich achtczen schillinge pheninge zcu zcinße habin an eyner halbin hofe, zcu Kolbe gelegen.
Ebd.
178, 18
:
so muß uch Jorge Beher solliche zcweyerleye sachen […] zcu czweyen maln met dryssig schillingen pheningen […] vorwandeln unde vorbussen.
Ebd.
259, 24
:
so sollen sy yn auch hulffe thun […] met deme derttin pheninge.
Ermisch, Sächs. Bergr.
100, 13
(
osächs.
,
1487
):
Wir wollen auch dem gemeynen mann zu gute, das hinfurt kein inwoner nach sunderlich person uf ader nahe umb den Snebergk ein Zcwickawische maß birs […] nicht tewer sal geben dann umb drey nawe pfennige.
Ebd.
110, 5
(
osächs.
,
1492
):
man sol nu hinfur dem gerichtsknecht von einem außruffen nicht mer dann vier pfennyng und von einem brive anslagen ii pfennyng geben.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
32, 14
(
schles.
,
1364
):
sin vorwerk von vnde mit dreyen hufen ane drey ruten, den dritten phennink des gerichtis.
Ebd.
37, 11
(
schles.
,
1378
):
vns’m lieben getrewen, vnd allin sinen erben […] die Schawltheisseie czu deme Neuwenaltmansdorff mit deme dritten phennige des gerichtis in deme selbe dorffe.
Ebd.
106, 8
(
schles.
,
1346
):
dorczu czwene vrye morgen, di czu deme gerichte aldo selbis sullen gehoren, vnd der Dritte pfenning, der do von geuallen mag.
Palm, Veter Buoch
3, 21
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Agathon der appet machte ein sip vmbe hundert phenninge vnde einen korp vmb drithalphundert.
Behrend, Magd. Fragen
25, 4
(
omd.
,
um 1400
):
Seczet sich eyn burger wedir eynen rad […] den mag man dorumb vorbotten vor den rat unde vorbiten ym by eyner pfenning busze adir by wichen usz der stat eyn jar […] das her sulchen frevil losze.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 210, 11
(
omd.
,
1427
):
so geben wir in dem bischthum den dritten pfenning den steten und in dorffern den dritten pfenning den schulczen und der gemeyne.
Ebd.
367, 32
(
omd.
,
1430
):
do von die egedochten besitzere des irbes sullen haben den dritten pfennyng.
Luther, WA
30, 2, 293, 5
(
1530
):
Das ist ewr aller gemein handwerck gewest, das yhr teglich ynn aller wellt, so viel tausent messen vmb gellt gekaufft vnd verkaufft habt, eine vmb einen grosschen, eine vmb acht pfennige, eine vmb sechs pfennige.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
114, 26
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
sie […] sollen in vertrincken umb achthalben pfennige.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
109, 3
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
so gibt man sein knechten zu trinckgelt ie von einem pfunt novi zwen pfenning oder drei haller.
Ebd.
109, 36
:
Fur ein klafter glöckelseil den thürnern ein pfenning.
v. Birken. Erzh. Österreich
81, 10
(
Nürnb.
1668
):
doch straffte er die Burger / um den zehenden Pfennig von aller ihrer Haabe / mit welchem Geld er den Graven befriedigte.
Chron. Strassb.
318, 18
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
men koufte und verkoufte mit vihe, also men důt mit pfennigen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 375, 11
(
Straßb.
1466
):
Morgen in diß zeit wirt ein maß semeln vmb ein pfenning.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
22, 33
(
Straßb.
1650
):
Eben wie newlich der Duc d’Alba in den Niderlanden den hunderten Pfenning von allem vermögen […] widerum den zehenden Pfenning von allen Käuffen, Reichen vnd Armen, Herren vnd Knechten ewig zu geben strängiglich gebotten.
Müller, Nördl. Stadtr.
290, 9
(
schwäb.
,
1503
):
alat under aim pfund das pfund umb acht pfening.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
72, 9
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Etlich pauren […] begerten an die oberkayt, sy ainzelassen, essen und trincken umb yren pfenning geben.
Barack, Zim. Chron.
2, 156, 13
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Aber von denen von Bodman hat es kaufsweis umb ain dodten pfening, wie man sprücht, an die Gremlichen gelangt.
Chron. Augsb.
8, 380, 12
(
schwäb.
, zu
1550
):
Von ainem weissen fardel barchattuch, das sein fünffundviertzig tuch, zu binden […] XI pfenning.
Ebd.
9, 176, 13
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
habend die alten rät dem neu erwölten rat umb 35 pfundt würtzburger pfening wein in die zünften und burger ausgeschencket.
Ebd.
9, 227, 18
:
daß sie auff den wochenmärckten das garen dester eher umb ainen geleichen pfening erkauffen möchten.
Ebd.
9, 228, 15
:
was zu parchatdücheren geschaut wirt, gibt zwen pfening.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 24, 9
(
schwäb.
,
1574
):
der soll nit mer dann ein pfenning an einem pfund körzen, schmalz, schmer und dergleichen zue gewin nemmen.
Ebd.
3, 480, 18
(
schwäb.
,
1570
):
so soll derselbig […] mir als der oberkait dann den zehenden pfenning […] für den abzug zu geben […] verbunden sein.
Ebd.
809, 8
(
schwäb.
,
1610
):
welche underthonen hew oder stroo fail haben, die sollen daselbig […] umb einen gebierenden pfenning inwohneren vor einem frembden widerfahren lassen.
Memminger Chron.
14, 14
(
Ulm
1660
):
Man gab ein Maß [Wein] vmb 12 Pfen. war nicht köstlich.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 34, 16
(
schwäb.
,
1552
):
Von eim stein zu setzen gibt jeder theil drey pfening und von eim spruch zu geben jeder theyl auch drei pfenning.
Merk, Stadtr. Neuenb.
52, 24
(
nalem.
,
1419
):
Er sol úns oͧch alle jare uf sant Martins tag ze stúre geben vier pfunde pfenninge friburger múnce.
Ebd.
58, 4
(
nalem.
,
1442
):
Item von ainer burde leders drei phenning.
Merz, Urk. Wildegg
6, 7
(
halem.
,
1329
):
ein gůt, […] ist geheissen de gůt im Bache, da Gerdrud im Bache vffe gesessen was, vmb fuͥnf vnd drissig phunt phenning.
Kläui, Schweiz. Urbare
3, 199, 24
(
halem.
,
um 1320
):
Dis sind die pfennig, die der spitaͤl ze Lucern hat uswendig dem ampt ze Lucern von guͤtern, dú vrye guͤter heizent.
Ebd.
3, 41, 3
(
halem.
,
1311
/
39
):
das die kloster herren von Lucerren […] geben sullen […] den fúnfden phenning des ophers, so in der selben messe wirt geopphert.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
78, 19
(
halem.
,
1336
):
das man da von ie dem stuke […] einen pfenn. geben sol.
Boner, Urk. Aarau
52, 7
(
halem.
,
1338
):
geben ein phunt gůter vnd gemeiner Zouinger phenning.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
160, 8
(
halem.
,
1430
):
Des ersten umb den dritten pfennig in koͤffen der ligenden stúrbaren guͤtren, so in der herrschaft beschechend, sprechen wir.
Ebd.
347, 39
(
halem.
,
1528
):
Deß ersten als dann die vorbestimpten herrschafftlüt sich beklagt, das sy deß abzugs von einem probst bißhar genötiget, dem sy den dritten pfennig […] habend geben.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
78, 29
(
halem.
,
1481
):
und hand inn ouch daby gefryet des boͤsen pfennigs von dem win, so er mit sinem gesind in sinem hus trincken wirdt.
Rennefahrt, Gebiet Bern
311, 19
(
halem.
,
1416
):
denne solten si, es were silber oder kupfer, in die selben muͥntze geben ze verkoufen umb einen gemeinen pfenning.
Rennefahrt, Statut. Saanen
67, 14
(
halem.
,
1447
):
so sol man von einem fuͥlin geben vier pfening, wenn es geworffen wirt.
UB Zug
1938, 38
(
halem.
,
1509
):
obs ein gmeindt oder ein bergmann nit naͤm, so mags ein hindersaͤs naͤmenn, doch allwaͤgen umb den pfennig und uff den tag, alls der kouff wist.
Ebd.
2104, 39
(
halem.
,
1517
):
ob sy des begerenn, ouch umb denn pfennig und uff den tag, als der kouff gangen ist.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
220, 15
(
halem.
,
1525
):
das herr abbt angsehen unser bitt und us gnaden denen von Roschach nachglassen hat den vierden pfening.
Köbler, Stattr. Fryburg
205, 2
(
Basel
1520
):
der sol vns zů straff vnd pen zehen pfund pfennig verfallen.
Welti, Urk. Rheinfelden
669, 23
(
halem.
,
1564
):
den bösen pfening, das ist von einer jeden maß weins […] ein rappen pfening vndertenigst zu reichen.
Dirr, Münchner Stadtr.
50, 24
(
moobd.
,
1295
):
daz si ie von einem pfunde der vorgenanten pfeninge as manigen pfennich suln geben.
Ebd.
203, 26
(
moobd.
,
um 1310
/
2
):
Es habent di zwelf gesetzet uͤber di pechen, daz si vier pretzen pachen umb einen pfenninch und zwei rokkein prot umb einen pfenninch.
Ebd.
385, 21
(
moobd.
,
um 1365
):
und sol auch der scherg die 60 pfenning von den fuͤnf pfunden und von den dreyen pfunden haben.
Hör, Urk. St. Veit
38, 30
(
moobd.
,
1317
):
zwai tail der vogtay ovf dem hof ze Engelwoltzdorf, der desselben gotzhavsses rehtes aigen ist, vmb XIIII phfvnt Regenspuriger phfenning.
Auer, Stadtr. München
7, 62, 2
(
moobd.
,
1343
):
Daz peste jung huon sol man geben umb zwen pfenning und niht höher.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
107, 12
(
oobd.
,
1438
/
9
):
und wollen verlihen zweyhundert pfunt Wyener pfennig jerlicher nutze und gulte uff unsern oder unserer obgedachten erben und nachkomen manschafften.
Ebd.
188, 5
:
davon man jerlichen zu czinse gibt […] gersten und habern und ettlich pfennig zinse.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
28, 33
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
auf ain yede hueben ain halb phundt phenning.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
65, 38
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
wil es di herrschaft […] kaufen, so sol er daz der herrschaft […] ze kaufen geben umb ainen billichen phening.
Ebd.
306, 45
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
Die lantrichter haben nicht mer zu straffen […] den dreirlai, daß ist dieperei, nottzern und pluetigen phening.
Winter, Nöst. Weist.
2, 255, 21
(
moobd.
,
16. Jh.
):
so ainer […] erben ließ, sol der anlaß und ablas seines gelassen guets sein zwen phening.
Deinhardt, Ross Artzney
129
(
oobd.
,
1598
):
Darnach so nimb das weiß von zwayen ayrn vnd vmb ain pfening prantwein.
Wopfner, Bauernkr. Tirol
117, 8
(
tir.
,
1525
):
von ainem ochsen ain kreŭtzer, von ainem haŭbt klain vich ain swartzen phenning.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
62
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
Soll nimants khainen wein auffthun bis er von dem Herrn Richter […] vmb Einen zimlichen leydlichen phening seiner guet nach gesetzt wirt.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
6, 3
(
mslow. inseldt.
,
1569
):
Desglaichen So soll eines Moders tag besoldung sein denar 16 […] Item Eines Ackermans 28 Pfenning.
Große, a. a. O.
81a
, 35;
89b
, 11;
103a
, 7;
Köbler, Ref. Franckenfort
102, 26
;
Kollnig, a. a. O.
204, 24
;
Küther, a. a. O.
120, 12
;
Grosch u. a., a. a. O.
152, 30
;
322, 9
;
Bindewald, a. a. O.
26, 6
;
155, 64
;
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 29, 39
;
Behrend, a. a. O.
184, 5
;
Röhrich u. a., a. a. O.
519, 29
;
Baumann, a. a. O.
74, 8
;
Gehring, a. a. O.
681, 21
;
Merz, a. a. O.
14, 10
;
Kläui, a. a. O.
3, 30, 4
;
45, 21
;
Rennefahrt, Recht Laupen
181, 35
;
Hör, a. a. O.
23, 37
;
Klein, Oswald
45, 55
;
Koller, a. a. O.
183, 11
;
Grossmann, a. a. O.
93, 16
;
Mollay, Ofner Stadtr.
145, 5
.
4.
ütr.
keinen pfennig
›gar nichts‹;
vol pfennig
›reich‹.
Phraseme:
den pfennig zeren
›Geld zum Unterhalt aufwenden, sich gegen Entgelt bewirten lassen‹;
etw. bis auf den äussersten pfennig bezalen
›etw. bis auf den letzten Pfennig, alles bezahlen‹;
auch einen pfennig
›das Letzte‹
mit jm. teilen
;
auf den pfennig sehen
›geizig sein‹;
auf dem gleichen pfennig reiten
›etw. mit gleichem Ziel tun‹.
Sprichw.:
wer den pfennig nicht achtet, wird keines gulden herre
›wer den Pfennig nicht ehrt, wird nicht reich werden‹.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
39, 23
(
preuß.
,
1578
):
Solchs geschach ungeverlichumb pfingsten […] auch das der paur dupel vergnuget wurden und Tschertwitze nicht einen pfennig am zinse abgehet.
Ebd.
68, 9
:
Do Pangerwitz jerlich grossen abgang verrechnet […] ist got lop fertig; gestundt nicht einen pfennig, die leute holffen gerne.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
5173
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Der last sit bereite | Die Gotes cristenheit treit; | Wen swer die last nider leit, | Dem wirt des pfenninges niet ›der erhält keinen Lohn‹.
Chron. Magdeb.
2, 186, 19
(
nrddt.
, Hs.
1601
):
das alle die Jenige, so den von Magdeburgk etwas uffgetrieben oder genommen, uff den eussersten Pfennig sollen wiedergeben.
Strauch, Par. anime int.
93, 27
(
thür.
,
14. Jh.
):
einir mac eine marc genemen, de einin phennic nicht mac gegebin.
Luther, WA
32, 437, 22
(
1532
):
sehen sie so genaw auff jren pfennig […] als wolt iglicher gerne der wellt gut allein zu sich reissen.
Ebd.
51, 654, 6
(
um 1535
):
Wer einen pfennig nicht acht / wird keines guld’ herr.
Feudel, Evangelistar
107, 15
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
do cumystu nicht uz, du engeldis biz an den lesten pfennynk.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
143, 2
(
nobd.
,
1383
):
der Pilsacher, item Engelhart, die reyten mit ime alle uff einen geleichen pfenning.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
251, 16
(
nobd.
,
n. 1525
):
das die von Rotemburg mein gnedigen herren […] hie zu Rotenburg in der statt aus und ein reyten lassen und iren pfenning zu zern gestatten söllten ain nacht.
Ebd.
468, 17
:
Auch bitt ich ewer fursichtig weyshait, das sie mich zu meinen weyb und kynden bey der Stroluntzin mein pfennig zu zern vergunstigen wöllt.
Lauchert, Merswin
28, 19
(
els.
,
1352
/
70
):
und bat in daz er es durch got dette vnd mich fürbasser bi ime liesse minen pfenning zeren.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 57, 17
(
Hagenau
1534
):
Wer einen pfenning nicht so lieb hat als einen gulden / der wirt selten reych werden / und gulden wechseln.
Ebd.
1, 61, 2
:
Ich wil auch einen pfenning mit dir teylen.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
77, 6
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Auf dieselben zeyt waren ob den 20 briester hie, zerten iren pfenning.
Ebd.
216, 16
:
Bald darnach nam er ayn ander weyb zu Mengingen, ain junckfrauen, huptß, aber nit ful pfenning.
Matthaei, Minner.
1, 2, 6
(Hs. ˹
nalem.
,
1459
˺):
In dem fůgt es sich also | daß ich sach zwai aldo | gegen ain ander gruͤlich schlichen | uͤber ain steg; yeglichs hieß wichen | nun daß ander mit geding. | es waß Lieb und der Pfenning.
Ebd.
1, 2, 347
:
bytel, schriber […], | procurator, juristen und advocat | und wer gewalt an rechten hät, | die stond alle dem Pfenning by.
Roder, Stadtr. Villingen
66, 18
(
önalem.
,
1497
):
wer ze Vilingen wonhafft ist, oder sinen pfennig zert, den sol der búttel uff stund umb ain pfunt Brisger ruͤgen.
Welti, Urk. Rheinfelden
827, 7
(
halem.
,
1474
):
haben […] da vmb ir haltten vnd wartten gebruchen vnd nachttes zů Ougst ubernachtten vnd iren phening zeren.
Gereke, Seifrits Alex.
8077
(
oobd.
, Hs.
1466
):
do begegent im ain arm man, | der in umb ain phenig pat.
Mollay, H. Kottanerin
33, 21
(
moobd.
,
1439
/
40
):
lasst euch meinen tewrleichisten Schacz enpholhen sein […] Vnd hiet ich nicht mer denn ainen phennig, ich wil in mit euch tailen.