pfäffin,
die
;
/ auch
(wohl verkürzt aus
-nen
).
1.
›Haushälterin eines Pfaffen, Priesters‹; auch negativ bewertet ›Beischläferin eines Pfaffen, Priesters‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
1450
/
86
):
Frau kert euch nicht an die alte kupplerin! | Sie ist ein hingelaufene pfeffin; | Darauß werden solich perntreiberin.
Baumann, Bauernkr. Oberschw. (
schwäb.
,
v. 1542
):
In der wochen nach Viti wurden trey een geschaiden, ayn pfaff von der pfeffin, er hat fulleicht kein gelt mer gehapt, da belept kain kellerin mer, bedarf ach keyns schaydes.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Sol die pfäffin tüfels sin, | so ist der pfaff voran min.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
15. Jh.
):
Ist auch iemand der unrichtigs gesind in seinem hauß hat […] es sein pfeffin schlaff weiber oder ander inleut davon die umbsessen schaden nemen, den sol ain ieclich wirt in den acht tagen urlaub geben.
Öst. Wb.
3, 5
.
2.
›Priesterin‹;
zu  1.

Belegblock:

Maaler (
Zürich
1561
):
Pfaͤffin (die) Sacerdotissa.