1
pausen,
V.;
zu
pausen
›schwellen‹ ();
zur Etymologie vgl. auch
Kluge/S.
1989, 533
;
Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 983
; einen Ansatz mit
-ss-
(zu mhd.
bûzen
, ) vertritt das .
1.
›hervorquellen, -stehen (von den Augen); rundlich sein (von den Wangen, von einem Menschen)‹; mehrfach ütr., z. B. auf das Duften eines Kuchens, auf zorniges Auffahren, dann ›aufbrausen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1, (V., unr. abl.) 1, , , .
Syntagmen:
j
. (Subj.)
p., augen / backen / kuchen / säckel / winde p
.;
pausende backen / zäne, pausender säckel
.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Turgeo […] ich bausse / ich bin dick / auffgeblasen / geschwollen.
Wyss, Limb. Chron. (
mfrk.
,
1369
):
unde hatte ein groß heubt mit eime struben widem brunen krulle, ein breit antlitze mit pußenden backen.
Voc. Teut.-Lat.
y iiijv
(
Nürnb.
1482
):
Pawsen geswellẽ hochfertigẽ zurnẽ.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.  (
oobd.
,
1349
/
50
):
sint diu augen klain und her für pauzend auz dem haupt.
Der ist unschämik, der gar offen augen hât und her für pauzend und scharpf sehend.
2.
›etw. über die Maßen tun, etw. verschwenden‹; speziell: ›schlemmen, prassen‹;
vgl.
1
(
die
2.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Goedeke u. a., Liederb. (
Nürnb.
16. Jh. ?):
die bauren teten pausen. | sie saßen frölich bei dem külen weine, | sie soffen wie die schweine.
Schade, Sat. u. Pasqu.  (
Straßb.
um 1545
):
er hat freilich die geltsucht im seckel gehabt, darumb haben ihn des bischofs seckelfeger cristieren muͤßen, und also das pausen im seckel vertriben.
Rennefahrt, Gebiet Bern  (
halem.
,
1603
):
diewyl aber uf der Schützenmatten ein überflüssiges zächen, pusen und praßen gebrucht wird.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Baussen / schlemmen / prodigere. Mancher baust / als hab er sein gut gefunden / er stellet sich / als wenn man jhm gebotten het / in eil zu verderben. […] Baussen / on maß tantzen.
3.
›lärmen, brüllen‹;
zum Problem der Zuordnung dieser Wortverwendung zu
1
vgl. die Bemerkung unter
1
(
die
2.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
340, 2
 (
moobd.
,
1473
/
8
):
Do hort’ man laut ergelsen | ein pawsen und ein tämern.