(meist), rib. auch
wobd. auch
passes
, auch
-Ø/pässe
, auch -
Ø
+ Uml., vereinzelt
passe
;
letztlich aus
lat.
passus
›Schritt‹
(
;
Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 977
), als Zwischenstufen kommen
ital.
passo
,
frz.
pas
,
mnl.
pas
(jeweils polysem) in Betracht, bei Bed. 2 kann Kürzung aus
pasbrief, pasport
, bei Bed. 7 aus
passus
im Spiel sein, 8-10 läßt sich auch an
passen
anlehnen.
4.
›Durch-, Übergangsstelle im Gebirge, an Flüssen, in dicht bewachsener Waldlandschaft, Paß, Durchgang, Übergang (als Ortsbezeichnung)‹; allgemein auch: ›Weg, Straße‹; Metonymie zu
1.
Bedeutungsverwandte:
6,
,
4,
1,
2,
1,
1,
; vgl.
.
Syntagmen:
den / einen p. erkennen / erkunden / suchen / finden / gewinnen / besetzen / einnemen / öfnen / auftun / defendieren / hüten / verhalten / verlegen / versperren / verschliessen / durchfaren / machen
;
an den p. ziehen
;
p. auf dem wasser, p. des wassers, p. bei dem flusse
;
hut des p
.;
grosser / starker p.
Belegblock:
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
(
rhfrk.
,
um 1405
):
war umb solich pas da were | Und obe eynich ander weg da umb were.
er kondte keinen Passz auff dem Wasser finden / der jhn in Guiana braͤcht.
wuchsen die Baͤum so dick an beyden seiten / daß wir mit vnsern wehren vnd Schwertern einen Passz dardurch musten machen.
zugent sy gegen den fyenden, und darnaͧch an ein grosse starcke pasz, heyszt Valesa.
zugend durch den Grauwen punt […] an ein pass des wassers Oll.
Kläui, Urk. Kaiserstuhl
199, 13
(
halem.
,
1548
):
sollicher thurn am anstoß und einem paß einer eydtgnoschaft gelegen, daruf tag und nacht wacht gehalten.
die fallbrugg aufziehen undt den paaß möglichstermassen defendieren.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
(
halem.
,
um 1550
):
sondern an den anstösen und pässen den nechsten fürwyse.
der bapst můst im 4 stett geben und effnen die beß.
er [Türgk] gewan sunst auch etlich päs und flecken.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
519
;
1345
;
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
;
Jörg, Salat. Reformationschr.
555, 9
;
723, 6
;
10.
phrasematisch in der Form
zu pas
in prädikativer Funktion vereinzelt von Sachen, in der Regel von Personen (dann auch als präd. Attr.) belegt.
Phraseme:
jm. zu pas sein
›jm. passen (von Sachen)‹;
jm. wol zu pas helfen
›jm. zu Wohlbefinden verhelfen‹;
wol / nicht wol zu pas sein
›gut aufgelegt sein / sich unwohl fühlen, unpäßlich sein‹;
halb zu pas werden
›sich wohler fühlen‹;
mit jm. (wol / übel) zu pas sein
›mit jm. zufrieden / unzufrieden sein‹;
wol / übel zu pas sein
›zufrieden / unzufrieden sein‹;
jm. wol zu pas kommen
›jm. gerade recht kommen‹;
e. S
. (Gen.)
wol / wirs zu pas sein
›mit e. S. zufrieden / weniger zufrieden sein‹;
übel zu pas werden
›unzufrieden werden‹.
Belegblock:
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
4598
(
rib.
,
1444
):
Mir ist geschiet as David was, | Dem dat harnasch neit en was zo pas.
Zer stunt he andere wapene nam, | […] | Ind de waren eme do zo pas.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
288
(
Köln
1497
):
Och got, lieff heer, | Vns armen hylffs du wayll zo pas.
do landtgreeff Herman was | Jn sym gemoed nyet wayll tzo pas.
Dye krancken wurden halff zo pas | Dorch freuwd.
Bächtold, N. Manuel. Elsli
272, 399
(
Basel
1530
):
Ich hab vil arbeit an sie kert, | […] | Ietzt bin ich wol mit inen z’pass.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Wer war übler zu pass, dann der abt?
das der guet gauch wol zu pass war.