pallium,
das
;
aus
lat.
pallium
›Hülle, Mantel‹
(Georges
2, 1447
; DuCange
1, 113
f.).
›schmaler, drei Finger breiter Bandstreifen von weißer Wolle mit vier oder mehr eingesetzten schwarzen Kreuzen, der von einem Erzbischof oder Metropoliten beim feierlichen Gottesdienst der Messe getragen wird‹; metonymisch: ›bischöflicher Mantel‹; ›Gebühr für die Verleihung der Bischofswürde‹.
Bedeutungsverwandte:
 1.
Wortbildungen:
palliumgeld.

Belegblock:

Voc. Ex quo P
44
(
M. 15. Jh.
):
Pallium ein mantel [...] lachen, mantel, quo ministrancium scapule conteguntur.
Chron. Köln
1, 3009
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
do hie dat gelt gewan, | zo Rome wert varen hie began | vmb syn palliom.
Buch Weinsb.
2, 110, 2
(
rib.
,
um 1560
):
den 21 junii ist das pallium des erzbischofs Johans Gebhart eirst zu Coln in den dom bracht worden mit gewontlichen cerimonien.
Ebd.
172, 19
(
1567
):
Man sagt, das capittel wolt in abgesatzt haben, dan er wolt das pallium nit zu Rom mit ernsten fleis erwirben.
Kollnig, Weist. Schriesh.
278, 24
(
rhfrk.
,
1562
):
achtzig gulden zum pallium, so ein byschoff erwelt würdt.
Ebd.
288, 25
(
1668
):
Palliumgelt. Werden alß undertanen und weiter nicht belegt.
Sachs
22, 279, 25
(
Nürnb.
1543
):
Das thier het auch eins leben schlundt, | Pedewt des pabstum weitten mundt, | Den doch gar nie erfüllen datten | Aplas, balium, noch anaten, | Pann, opfer, peicht, stift zw gotzdinst, | [...] | Das es als hat in sich verschlunden.
Rot
334
(
Augsb.
1571
):
Pallium, Ein Hosacken / ein langer mantel / Wirdt genommen / für den Bischoflichen Gewalt / den ein angehender Bischoff vmb etlich Tausent gulden vom Bapst redimirn můß.
Buch Weinsb.
2, 94, 32
;
Kurz, Waldis. Esopus
4, 90, 89
;
Sachs
3, 494, 30
;
Engel, Rats-Chron. Würzb.
163, 3
;
Wielandt, Leinengewerbe.
1950, 172
;
Möller, Fremdwörter.
1915, 120
.