pagament,
pagement
(seltener),
payment
(rib., preuß. belegt),
das
, vereinzelt
der
;
-(e)s/–
;
aus der Familie von
mlat.
pagimentum
,
ital.
pagimento
,
frz.
payement
().
1.
›Zahlung (als Handlung); Besoldung‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
 7, , , ,
2
.
Wortbildungen:
paymentsmeister.

Belegblock:

Müller, Welthandelsbr.
323, 18
(
schwäb.
,
1535
/
40
):
so ainer ain wechselbrief acceptirt, sol der selbig sechen, so er pagamento thut, das er im den selben brief haiß geben.
Jones, French Borrowings
663
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 399
;
Schmitt, Urkundenspr.
1936, 186
;
Wolf, Mathesius.
1969, 293
;
Möller, Fremdwörter.
1915, 119
.
2.
›Geldbetrag‹; Metonymie zu 1.

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9564
(
rib.
,
1444
):
Sij vergadert even in yre schure | Ind heldt sij bis dat korn wirt dure | Ind verkouft sij umb dubbel payment dan.
Chron. Mainz (
rhfrk.
,
15. Jh.
):
1 gulden an pagament zu schiffe den Ryne abe und 1 gulden an golde zu schiffe den Moine of.
Foltz, UB Friedb. (
hess.
,
1357
):
geben [...] von dem karren, de geladen ist myt gewande, zwene tůrnosen oder den pagement darvor.
Beyer, UB Erfurt (
thür.
,
1375
):
solche pfenge, pagemund und were, als die burgere da selbes in unser vorwerg zu fryhem czynse [...] geben, als solche pfenge, pagemund und were sullen unsere amptlute den burgern zu Erforte glycher wyz zu czynse weder reychen.
Küther, UB Frauensee
193, 38
(
thür.
,
1415
):
so sulden wir [...] den egenanten juncfrauwen er vorgenante korngulde reichen [...] adir ern wiln darumbe machen mit also viel pagemundis, daz en gnuclich were.
3.
›Bruchsilber, Rohstoff zur Herstellung von Münzen‹.

Belegblock:

Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 98, 8
(
md.
,
1438
):
das nymands fremdes silber noch pagament uffkoiffen ader wechseln sulle anders dann ab vnsere munczemeistere.
Ebd.
33
(
1447
):
Wir haben unserm munczmeister [...] beuolhen, uns eyne mercliche sume geldes der vorgeslagen muncze kurzlichen zcu bereiten, [...], dorczu er fast silbers und pagaments wirdet mussen heben.
Schmidt, Frankf. Zunfturk. (
hess.
,
1402
):
das ein iglicher, er sij (montzmeister), goltsmidt, (kremer) oder wesseler, [...], golt und silber, (perlin, aczstein, pagement, garnalien oder derglichen) keuffen und virkeuffen mogen.
Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
mit silber oder pagmente nach des feine mark silbers werde verpessern und abtragen.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
goldschmidzeug, lauter gold und silber, 300 zenten von pagament zů müntzen.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil. .
4.
›Währung, Zahlungsmittel einer Wirtschaftseinheit‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
172, 23
(
preuß.
,
1402
/
04
):
sleet 2 ₰ pagementis abe, unde 21 ₰ pagementis machet 1 gl. und 7 ₰ pagementis machet eynen Engelysschen.
Ebd.
325, 30
(
1391
):
Summa over al gerekent in Vlameschen payement 7 ℔.
Ebd.
519, 13
(
1434
):
in aldim paimente 71 ℔ 7 ₰.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 100, 3
(
preuß.
,
1439
):
Wante die lande von Prewssen sere beschediget seyn [...] vormittels den paymenten in den landen geslagen, sere us dem lande vorsmolczen, gebrant und in andir herren muntcze gefurt.
Ebd.
516, 32
(
1442
):
alse de twedusunt und 500 ℔ grote Flamesches payments van den van Hollant [...] czu entfangende.
Herborn u. a., Rechn. Jülich
58, 7
(
rib.
/
snfrk.
,
1398
/
9
):
die machent an Coelsche(n) payeme(n)t IIII
C
LXV mark IX schilling cols(ch).
Chron. Köln (
rib.
,
1. H. 15. Jh.
):
in den selven jaren, [...], satten uns heren alle gulden pagament eiglichz na sime werde zu nemen.
Chron. Mainz (
rhfrk.
,
15. Jh.
):
da was daz pagement also gut, daz man kauft oder virwesselt umb 27000 ℔ 20000 g.
Müller, Welthandelsbr.
140, 32
(
schwäb.
,
1506
):
die da sollich kupfer in die myntz legn und ditz pagament, nement die leichter myntz oder cavalutzi aus auf ½ jar zeit.
Ebd.
172, 36
:
wan man aber sprich: fierini de Reno, so verstet man, waß die gelten auf daz selb mal; es laust lutzil rh. gold; die in pagamento (sind) gewonlich.
Toeppen, a. a. O.
3, 21, 16
;
Herborn u. a., a. a. O.
103, 7/8
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 398/9
;
Möller, Fremdwörter.
1915, 119
.