pachten,
pächten,
V.
›etw. (darunter auch: ein Nutzungsrecht) in Pacht nehmen‹; auch ütr. auf den religiös-sittlichen Bereich, dann: ›seine Hand auf etw. legen, jn./etw. in Beschlag nehmen‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Dat nuwe Boych
432, 24
(
rib.
,
1396
):
dat geyn man zo Rade sitzende de Assijssen vur sich noch ouch mit gesellschaf pechten noch behalden en sall.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 532, 18
(
mosfrk.
,
um 1500
):
ein ieclicher pecht uf sine anxst und verlust.
Ebd.
533, 21
:
Ein ieclicher, der da sin und willen hait, unser herren und der kirchen zienden zu Mertlach zu pechten.
Sappler, H. Kaufringer
16, 32
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
also ist der leib gepacht | mit des valschen tiefels rat.
Ebd.
16, 581
:
den hat vil schier mit irem list | die valsch tieflisch schar gepacht | und von rechtem gelauben pracht.