Phraseme:
1)
or
im Akk.obj.:
jm. die oren kützeln
(o.ä.) [4];
dem esel die oren kämmen
›den Esel hart striegeln / hernehmen‹ (auf das Bild des
babstesels
1 bezogen) [1; 4];
jm. nach seinem gefallen die oren krauen
›jm. schmeicheln, Honig ums Maul schmieren‹ [4];
die oren spitzen / spitze oren haben
›genau zuhören‹ [4];
oren und maul aufsperren
›Maul und Augen aufsperren, staunen‹ [4];
böse oren bekommen
›etw. übel auffassen‹ [4];
dicke oren haben
›schwerhörig, taub sein‹ (ütr.) [4];
winkel und wälder haben oren
›Wände haben auch Ohren‹ [4];
j. (potentaten) durchgeborte oren haben
›auch Entferntes mitbekommen‹ [4];
so schneid mir j. ein or ab
eine Zusicherung, daß etw. nicht geschehen wird [1; 3]. – 2)
or
im Subj.:
jm. jucken die oren nach jm
. ›man will jn. seines Gefallens haben‹ [4]. – 3)
or
im Gen.obj.:
j. kan seiner oren nicht erharren
›kann etw. nicht abwarten‹ [4]. – 4)
or
in einem Präpositionalgefüge:
auf oren gehen
›das Normale umkehren, Verkehrtes tun‹ [4];
j. jm. selten aus den oren kommen
›jm. fortwährend in den Ohren liegen, jn. ständig behelligen‹ [4];
jn. bei einem or ertappen
›übers Ohr hauen‹;
etw. für die oren (fürüber) gehen / rauschen lassen
›etw. unbeachtet, an sich vorbeigehen lassen‹ [4];
den teufel / schalk hinter den oren tragen
›jn. übers Ohr hauen‹ [4];
jm. mit etw. in den oren liegen
[4];
jm. etw. in die oren reiben
›jm. etw. hinter die Ohren schreiben, einhämmern, einbleuen‹ [4];
in eines anderen or ist wie in einen filzhut zu schneiden
›einem anderen weh zu tun, läßt jn. so kalt, wie in einen Filzhut zu schneiden‹ [4];
hinter den oren kratzen
›verlegen sein‹ [4];
etw. hinter den oren suchen
›verlegen sein, dumm dreinschauen‹ [1; 4];
die luft um die oren wehen lassen
›frische Luft schnappen‹ [1];
jm. etw. zu oren tragen
[4];
im
(refl.: ›sich‹)
etw. zu oren kommen lassen
›etw. aufnehmen, sich etw. zu Herzen nehmen‹ [4];
etw. zu einem or ein, zum anderen ausgehen / ausdringen lassen
[4].