oberhalb,
vereinzelt
oberenhalb,
oberthalb,
Präp.;
in 1 Beleg adverbial gebraucht (s. u.
Lexer
); vgl. (Adj.) 1; 2, (Präp.) 4.
›oberhalb‹; kennzeichnet die Lage sachlicher Bezugsgrößen (darunter von Grundstücken, Gebäuden, Körperteilen) oberhalb einer zweiten Bezugsgröße, die im Text als Orientierungsgröße fungiert; bei adverbialem Gebrauch: ›höher gelegen als [eine orientierend vorausgesetzte zweite Größe]‹.
Gegensätze:
vgl. .
Syntagmen
(in Auswahl; soweit erkennbar mit Dat.):
jm. o. dem gürtel die haut ablösen, das beste o. der gürtel nemen
; [eine Größe]
o. dem garten / sattelbogen / gürtel, der müle, dem knie / gemächte
; als Adv.:
o. im wald
.

Belegblock:

Karnein, Salm. u. Morolf
162, 2
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Morolff Salmons drut | oberthalb dem gurtel | loste er dem juden abe die hut.
Henschel u. a., Heidin
1359
(
nobd.
,
um 1300
):
Sich herre daz beste nim | Oberhalbe der gvrtel min | Wilt tv daz sol wesen din.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
der Vischpach entspringt oberthalb im wald ob dem dorf zu Vischpach.
Dirr, Münchner Stadtr. (
moobd.
,
1300
):
ir haus, [...] oberhalt sant Augusteines bruͤder chloster ligent.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
51, 11
(
mslow. inseldt.
,
1530
):
ein Stuck Weingartens [...], oberhalb śeinem Weingarten.
Lexer, a. a. O. ;
Koppitz, Trojanerkr. ;
Stedtfeld, Roger-Glosse
94
;
Vorarlb. Wb.
2, 582
.
Vgl. ferner s. v. 8.