ober|1tan,
der
;
–/-e
.
›jede Person, die in der gesellschaftlichen Hierarchie über dem
untertanen
steht‹.
Gegensätze:
.
Syntagmen:
j. o. sein
;
der o. jn. beraten, jm. beholfen sein, seine hilfe bei got suchen
;
j. etw. mit urlaub der obertanen behaben
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
o. J.):
Der halb den krieg (ich sag) | Ist lautter straff und plag, | Des gar soll müssig gan | Ober- unnd undterthan.
Ebd. (
1563
):
Auß dem ein Christ klar mag verstahn, | Sey ober- oder unterthan, | Daß er in aller angst und not | Sein hülff von hertzen such bey gott.
Rieder, Gottesfr. (
els.
,
1363
):
herre der lesemeister, hant ir búcher oder pfennige [...], das múgent ir wol beheben mit urlobe uwerre oberdon.
Ebd. (
1380
):
wanne die undertone die sint nút me gehorsam, [...], es beschiht wol zuͦ ettelichen ziten, so in ire oͤbertone beroten [...], so sint oͮch sú ouch uf die zit ouch wol noch den ougen gehorsam.