1.
kennzeichnet die tatsächliche räumliche oder räumlich gedachte Lage e. S. / e. P. über einer zweiten, sachlichen / personellen bzw. einer so gedachten Bezugsgegebenheit; dabei wird zwischen den beiden Höhenlagen eine teils größere (z. B. zwischen
engel
und
mucke
), teils geringere (z. B. zwischen
ofen
und
schlot
) räumliche Entfernung angenommen: ›über etw.‹; offen zu
2.
Gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Syntagmen
(Muster):
etw. / j. ob etw. / jm
. [sein],
etw. ob e. S. / jm.
[tun o.ä.]; im einzelnen z. B.:
öl ob dem feuer zerlassen, Gaza ob dem mere sein, die klöster ob einander liegen, die sonne ob jm. stehen, j. einen schlot ob dem ofen haben, der engel ob der stat erscheinen, ein engel ob einer mucke, got ob den gedänken, hoch ob dem wesen sein, j. worte ob dem altar sprechen, den kelch ob dem altar entblössen
;
herre ob allen herren, got allen gotten oben
(nachgestellt),
dinge ob der schuld, ein schal ob js. haus, die selige schar ob uns, wasser ob den himmeln
;
ob der natur / zeit, ob dem willen
.