nonnenfurz,
der
;
–/
auch
nonnenfürz
.
im eigentlichen Sinne ›Darmwind einer Nonne‹; in den Belegen ironisiert, damit auch
nonne
abwertend; bei
Maaler neutral für eine Art Backwerk
(
küchlein
), im Beleg
Kummer
für die Pfeffernuss gebraucht;
zu  1.

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
33, 79
(
Nürnb.
1479
):
[nim] einn zentner nunnenfürcz
[potenzsteigendes Mittel, aus einem Spottrezept]
, | Darvon reucht allerley gewürcz.
Maaler (
Zürich
1561
):
Nunnen fürtzle / Ein gattung Kuͤchlinen.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
Nain herr, es sind nunnenfuͤrzl; | nempt das erste in den mund, | so wert îr frisch alz ein fauler hunt.