Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
wie lûter die süln sîn, die dise âbentspîse niezent
(hier in metaphorischen Zusammenhängen).
Langen, Myst. Leben
191, 5
(
nobd.
,
1463
):
wen / auch daz geschicht, daz des menschen geist geruchet / smecken vnd nyessende der / vbrigen hohen dinge, als / den der mensch vormals hat / einen abganck gegangen von der sussikeit der natur / also [...].
denn nu an vahen und es
[das
liep
]
eweklich niessen, als verr es denn die toͤdemlich menscheit [...] mag erliden.
volbringe [Herr] in mir dins krúzes nehsten glicheit, daz min sele dich werde niessende in diner aller hoͤchsten klarheit.
Bewar mich an minem toͮde, daz ich dich [Ewigú Wisheit] offenbarlich werd niessende in ewiger selikeit.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Also der heilige geist [...] sinen goͤttelichen schin mag unmittellichen in den grunt giessen, und der geist der do heisset und ist dėr ware troͤster, also sine suͤssen inflússe do stat haben moͤgent, o wie ein suͤsses niessen wurt do: do ist hochgezit.
Strauch, Schürebrand
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
daz ieglicher in sime ruͦffe vor gotte ewicliche gewirdiget und geeret ist in vollekomeneme niessen aller fröuden in rehter getruwer minnesamer einmuͤtikeit.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
ir sont in [got, den brunnen] iemer eweklich mit suͤsser girde niessen, und sol úch sin doch minneklich gelusten.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Nu solt du di drivaltekeit, | [...] | Schowen, niessen, ainen Got, | Der dich hat us gesunderot | So wunder minneklichen gar.
Schmidt, Rud. v. Biberach
149, 11
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Bernhart: ,Sin ist ein kraft der sel, mit der wir an gotte haften vnd gott niessen. Aber dis niessen lit an einem goͤtlichen gesmake vnd enphindung‘.
es ist notuͥrftig, daz, wer bekoren vnd niessen wil dis vberweslich brot, daz der hab gevͤbt sinne.
wenne wir die gnade hie in disem lebenne nemen von gotte, daz wir also fuͥreint werden mit gotte, daz wir werden niessende vns selben in gotte vnd got in uns, so [...].
Ruh, Bonaventura
336, 28
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
in der ewigen glory ist driuach gab, in der wegriffen ist volkomen driualtig lon, das ist oberstes frydes volstreküng vnd ruͦwe, oberster warhait sechuͦng, oberster lieb niessen vnd lust.
Steer, K. v. Megenberg. Sel
218
(Hs. ˹
moobd.
,
1411
˺):
merkch ain aigenschaft der sel, das sy, geschaidnew von dem leib, nicht allain selb vnd ainew mit den engeln got newsset, sy hat halt gancze saͤlichait mitsambt dem leichnam.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Und er von disem ellend var, | Das er dort niess der engel nar.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
65, 38
(
tir.
,
1464
):
wend das tu mügest versten oder pegreiffen den aller minsten tail der ewigen freüden vnd glori, die da niessen sein die sëlen der selligen ewikleichen.