niederseigen,
V., unr. abl.
1.
›ohnmächtig niedersinken‹; ütr.: auch von der
sele
gesagt;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
swenn si [sele] aber út geladen
[z. B. mit
anhang
9]
ist, so siget si nider.
in den worten seig er also da nider an die erde als ein mensch, dem von unkraft gebrosten ist.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Gar aller rede si geswaig | Und uf die erde nider saig.
Karnein, Salm. u. Morolf
289, 2
;
Bihlmeyer, a. a. O. .
2.
›sozial absinken, niedergehen‹;
vgl. 2; 5.
Gegensätze:
(V., unr. abl.) 4; vgl. 1, 2, 7.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
v. 1494
):
Die paurschaft hoch steiget | Und ritterschaft nider seiget.