nach-
[+ V.].
zur Auswahl und Beschreibung der verbalen Bildungen mit
nach-
vgl. [+ Subst.]; in einer gewissen Anzahl dieser Bildungen ist die motivationelle Anbindung an nach
unsicher und teils kaum möglich; vereinzelt Bezug auf nahe
.Wortbildungen:
nachdienen
nachhalten
nachkeren
2
.nachmuten
nachrücken
nachstechen
jm. einen gecken nachstechen
›jn. hinter seinem Rücken lächerlich machen‹; zu 3.nach|traben
herren
gesagt); vgl. 3. – Wbg.: nachtraber
nachzeren
Belegblock:
Zu
nachachten
: Zu
nachamen
: wie wol sie itzt selbs nicht viel von solchen bruderschafften rhuͤmen noch halten, sondern oͤhemen uns nach und lernen von uns, wie sie sollen predigen.
Zu
nachangeln
: Well wir dan Jhesu ler nachangeln, | Der spricht: „von erst sucht gotes reich“.
nachangeln / nach etwas stehen vnd streben.
Zu
nacharbeiten
: daß dergleichen [Getaͤfer] der beste Meister dieser Zeit schwerlich wuͤrde nacharbeiten koͤnnen.
Zu
nacharten
: Similem alicuius esse. Nachschlahen nachartten nachfolgen Gleich Aehnlich sein.
Nachfolgen. Nachthun / nacheyffern [...] / in eines Fußstapffen tretten / in eines art schlagen / imitieren.
Imitirn. Nach-thuͦn / nach-folgen / nach-machen / nach-aͤrtlen.
Ebd.
317
.Zu
nachbauen
: Capell, so dem erschlagenen B. Borchardo [...] nachgebawet war.
Zu
nachbeilen
: diß offenbar werck meins gedichtes. das ist schedlich von nachpeylens wegen meiner nachclaffer
[Var. 1475
nachredens2
-1518: ].
Zu
nachbrechen
: das die gewergkschaft, [...], mogen auf sollichen orten ansitzen, dem silberertzt nachbrechen ungehindert.
Zu
nachbrennen
: Zu
nachdienen
: Zu
nachdringen
: Es
[Bezug auf
scherfen und wetzen des
Gebotes]
wil mit schlechter Anweisung und vermanung sich nicht thun lassen, sondern getrieben, geubt, angehalten und nach gedrungen sein.Zu
nacherzälen
: diese nacherzelten laster alzumal volgen dem hurer vnnd der hurenlieb nach.
Zu
nachfechten
: deshalben er, [...] dohin handlen wöll, das die bayde ain aug zuͦthon und allso den sachen dester minder nachfechten wölle.
Zu
nachfegen
: dieser jung herr, wie er zu seinen tagen kommen, kainem spill oder reuterei nie nachgefegt.
Zu
nachfliegen
: Zu
nachgehören
: Zu
nachgreifen
: sampt der tetlichen injurien, ime mit obvermeltem nachstellen oder nachgreyfen, dadurch er von dem seinen zu weychen getrungen worden were, beschehen.
Zu
nachgrübeln
: Dar um ersewffcz, mensch, und erstum | Dem noch zu grübeln nümer me.
Zu
nachhaben
: die tailten auf ein neus das künigreich under Atherbal und Jugurtha; aber es warn alles geitzig geltnarren und auf Jugurthæ seiten, [...]; muest’s der arm frum künig Atherbal nachhaben.
Zu
nachhalten
1: wellicher disen benenten articl [...] nit nachhölt, der stëet in straff des gruntherrn.
Zu
nachhalten
2: Zu
nachhalten
3: Zu
nachhellen
: Zu
nachhören
: Wenn ein seel sich zu den Warsagern [...] wenden wirt / das sie inen nachhoͤrt / so wil ich mein angesicht wider dieselbige seel setzen / und wil sie auß irem volck reutten.
Zu
nachhuren
: wie die zwo toͤchter yhrem vater nachhuren und von yhm schwanger werden.
Zu
nachjehen
: so han ich in gesait, machen si ir ze vil, ich leid sein nicht; dez habent si mir auch nach gejehen.
Zu
nachkalen
: Zu
nachkeren
: Zu
nachklopfen
: Zu
nachlagen
: er chant auch wol von mynne. mit vleis er alles seym gesicht nach laget.
Zu
nachlangen
: Zu
nachlauren
: Insidiari. Nachstellen nachlauren auffsetzen strick legen nachschleichen nachgehen.
Lest dir zu hoff und anders wa | Nach-lauren haimlich frü und spadt.
Zu
nachlauschen
: Zu
nachlenden
: Zu
nachlosen
: Er steht offt heimlich, lost und horcht, | Ob ihm niemand nachloß und -spech.
Zu
nachlugen
: Zu
nachlüsmen
: Ob ainer oder aine des nachts an den venstern lusmet, der ist zu wandl 72 ₰, und dem er nachgelüsmt hat sol er [...] erberlich abtragen.
Zu
nachmuten
: Zu
nachpfächten
: Zu
nachpfeifen
: Zu
nachraten
: Mancher denckt seim nutz nachzurhaten, | [...] | Spricht, du seyst auff der rechten ban; | Doch heimlich [...].
Zu
nachrichten
: da durchschlege zu machen, schechte aufeinander ader nachzurichten, uber sich brechen.
Zu
nachriechen
: Darnach die sund der funff sin merckt: | [...] | Wer libes lust nachreucht und -smeckt, | Wer greift, das die sel verunreint.
Zu
nachrinnen
: der chiel für vonn dann. | Nazarius nach rann | mit dem chind Celso.
Zu
nachrücken
: Zu
nachrüren
: Zu
nachsauren
: Zu
nachschläufen
: Zu
nachschleipfen
: darnach ist er in seinem cardinalclaid gangen, und man hat ime den schwantz nachgeschlaipft.
Zu
nachschliefen
: Zu
nachschmecken
: Beleg s. v.
nachriechen
. Zu
nachschüren
: Zu
nachschwänzen
: Sonder geht geren umb faulentzen, | Den newen mehren nach zu schwentzen.
Zu
nachsitzen
: Zu
nachspähen
: Nach dem hab ich im nach-gespecht | Durch meinen gar gehaimen knecht.
Kehrein, Kath. Gesangb. .
Zu
nachstechen
: Lisabeta sticht im ain gecken nach, spricht: | Schaw, muetr, wie stet dem alten pock | Hinden so artlich an sein rock!
Zu
nachteichen
: Zu
nach|traben
: [sie] sich dan all die wyl bedenck | Auff außrede und auff nachklenck, | Ob yemant kum, der ir nachtrab, | Das die alspald ein werwort hab.
Der Mann ist kaum vergraben, vnd ihr Hertz will schon einem andern nachtraben.
auch aht vff die vor- vnd nochtraber.
Zu
nachtrossen
: Zu
nach|
: 2
trottennachtrotten / helffen das einer hernach kompt.
Zu
nachwarten
: Zu
nachwaschen
: Darumb ist dieses jre Art: auff einen tag lernen sie das Gesetz und Euangelium gar aus, das sie viel koͤnnen nachwasschen, aber im treffen, in der That und Beweis ist niemand.
Zu
nachwerben
: Zu
nachzemmeln
: Zu
nachzotten
1: Zu
nachzotten
2: doch bad er sie zum letzten, solche weiß mit dem nachzotten, bis sie [...] mehr gesindes haben würden, nachbleiben zuͦ lassen.