nach-
[+ V.]; zur Auswahl und Beschreibung der verbalen Bildungen mit
nach-
vgl. [+ Subst.]; in einer gewissen Anzahl dieser Bildungen ist die motivationelle Anbindung an
nach
unsicher und teils kaum möglich; vereinzelt Bezug auf
nahe
.
Beispiele:
  • nachachten
    ›jn. verfolgen‹; vgl.  3;  1.
  • nachamen
    ›jn. nachahmen‹; zu  4, vgl.  12.
  • nachangeln
    ›e. P./e. S. folgen, nachstreben‹; vgl.  3, .
  • nacharbeiten
    ›einem Vorbild entsprechenderweise nachgestalten‹; vgl.  14,  8.
  • nacharten
    ›jm. nachschlagen‹; vgl.  14,  1. – Bdv.:  7,  1. – Wbg.:
    nachärteln
    .
  • nachbauen
    1 ›etw. zu js. Andenken bauen‹; vgl.  1,  8.
  • nachbeilen
    ›jm. übel nachreden‹; vgl.  4, zu
    2
     1 (ütr.). – Bdv.: vgl.  2.
  • nachbrechen
    ›eine Erzlagerstätte fortbauen‹; vgl.  3,
    4
     217.
  • nachbrennen
    ›erneut brandroden‹; vgl.  1,  9.
  • nachdienen
    ›eine Leistung erbringen, die bereits ein anderer erbringt‹ (z. B. bei Verfügung über 2 Bistümer); vgl.  15,  10.
  • nachdringen
    ›etw. mit Nachdruck vollziehen‹; vgl.  3, (V.) 24.
  • nacherzälen
    ; vgl.  1.
  • nachfechten
    ›e. S. nachgehen‹; vgl.  3.
  • nachfegen
    ›e. S. nachgehen, sich ihr hingeben‹; vgl.  3.
  • nachfliegen
    ; zu  3.
  • nachgehören
    ›jm. als leibeigen, hörig zugehören‹; zu  12,  7.
  • nachgreifen
    ›fahnden‹; vgl.  3,  7. – Bdv.:  1. – Wbg.:
    nachgrif
    .
  • nachgrübeln
    ; vgl.  23,  2.
  • nachhaben
    ›das Nachsehen haben‹; vgl.  3,  211.
  • nachhalten
    1. ›etw. einhalten, befolgen‹; zu  282. ›etw. aufbewahren‹; vgl.  33. ›e. S. nachgehen, etw. verfolgen‹; vgl.  3.
  • nachhellen
    ›(dem
    leib
    ) etw. zugestehen, gestatten‹; vgl.
    1
     34.
  • nachhören
    ›jm. Glauben schenken, auf jn. hören‹; vgl.  14.
  • nachhuren
    ›jm. mit erotischen Absichten nachstellen‹; vgl.  3.
  • nachjehen
    ›etw. versprechen‹; zu  4.
  • nachkalen
    ›glühen, wallen, in leidenschaftlicher Bewegung sein‹; zu
    2
    .
  • nachkeren
    ›die Türschwelle fegen, um selbst die Spuren eines ungebetenen Gastes zu beseitigen‹ (hier auf einen Mönch bezogen); vgl.  3,
    2
    .
  • nachklapfen
    ›jm. übel nachreden‹; vgl.  13,  2.
  • nachlagen
    ›etw. ausforschen, zu erkennen suchen‹; vgl.  3,  2.
  • nachlangen
    ›jm. folgen, an den Versen kleben‹; zu  3, vgl.  1.
  • nachlauren
    ›jm. nachstellen‹; zu  3,
    1
     4. – Bdv.: vgl.  9.
  • nachlauschen
    ›jn. belauschen, bespitzeln‹; vgl.  3,  12. – Bdv.: .
  • nachlenden
    ›e. S. auf den Grund gehen‹; vgl.  3,  6. – Bdv.: vgl.  6,  5, .
  • nachlosen
    ›jn. belauschen, bespitzeln‹; vgl.  3,
    3
    . – Bdv.: .
  • nachlugen
    ›jm. nachschauen‹; vgl.  3, (V.) 1. – Wbg.:
    nachluger
    .
  • nachlüsmen
    ›jn. ausspähen‹; vgl.  3, zu
    1
    .
  • nachmuten
    ›e. S. folgen, nachfolgen‹ (ütr.); zu .
  • nachpfächten
    ›(Maße) überprüfen, nacheichen‹; vgl.  15,  2.
  • nachpfeifen
    ›jn. durch Nachpfeifen verhöhnen, beleidigen‹; vgl.  3,  1.
  • nachraten
    ›jm. eigennützig raten‹; vgl.  4.
  • nachrichten
    ›(einen Schacht) über einem anderen anlegen‹; vgl.  3.
  • nachriechen
    ›(einer Lust) nachschnüffeln‹; vgl.  3.
  • nachrinnen
    ›jm. nachschwimmen‹; zu  3.
  • nachrücken
    ›jm. räumlich folgen; etw. so versetzen, daß es einem anderen folgt, zu ihm paßt‹; zu  3.
  • nachrüren
    ›sich innerlich zu etw. hinneigen‹; vgl.  3.
  • nachsauren
    ›nachsauern‹ (ütr.); vgl.  1.
  • nachschläufen
    ›etw. hinter sich herziehen‹ (Faktitivum zu , 2. Hochstufe); zu  3.
  • nachschleipfen
    ›etw. nachziehen, nachschleppen‹ (Faktitivum zu  1); zu  3.
  • nachschliefen
    (im Beleg:
    dem lamme n
    . ›folgen‹); zu  3. – Bdv.: ,  1.
  • nachschmecken
    ›(einer Lust) nachschnüffeln‹; vgl.  13.
  • nachschüren
    ›etw. anheizen‹; vgl.  1.
  • nachschwänzen
    ›e. S. verfallen sein, mit Leidenschaft nachgehen‹; vgl.  3.
  • nachsitzen
    ›sinken‹ (vom Wasserspiegel); vgl.  3.
  • nachspähen
    ›jm. nachspionieren‹; zu  3.
  • nachstechen
    im Phrasem
    jm. einen gecken nachstechen
    ›jn. hinter seinem Rücken lächerlich machen‹; zu  3.
  • nachteichen
    ›jm. nachschleichen, auflauern‹; zu  3,  3. – Bdv.:  1.
  • nach|traben
    ›jm. (mit erotischen Absichten) hinterherlaufen‹; ›sich an jn. hängen‹ (ütr., vom
    herren
    gesagt); vgl.  3. – Wbg.:
    nachtraber
    ›Angehöriger der Nachhut der Reiterordnung‹.
  • nachtrossen
    ›weglaufen‹; vgl.  3,  2.
  • nach|
    1
    trotten
    ›nachkeltern‹; zu  1.
  • nach|
    2
    trotten
    ›jn. zum Nachkommen bringen‹; zu  3.
  • nachwarten
    ›jm. folgen‹; zu  3. – Bdv.: .
  • nachwaschen
    ›nachplappern‹; vgl.  1. – Bdv.: vgl.  5.
  • nachwerben
    ›e. S. nachgehen‹; vgl.  3. – Wbg.:
    nachwerber
    .
  • nachzemmeln
    ›jm. nachtrotten, nachschlendern‹ (zu
    -zemmeln
    s. Dwb
    15, 630
    ); zu  3.
  • nachzeren
    ›einen vermeintlichen Wiedergänger verbrennen (?), um sein Erscheinen in einem anderen Menschen zu verhindern‹ (a. 1564); vgl.  1.
  • nachzotten
    1. ›nachschleifen, nachhängen‹ (von Fuchsschwänzen); zu
    nach
     3,
    -zotten
    (dazu: Dwb
    16, 136
    ); 2. ›jm. hinterhertrotten‹; zu  2. – Wbg.:
    nachzotter
    ›jm. räumlich Folgender‹ ( Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
    352
    ; a. 1516).

Belegblock:

Zu
nachachten
:

Mell u. a., Steir. Taid.
183, 8
(
m/soobd.
,
M. 15. Jh.
):
so solle der amtmann [...] uf sein [...] und sol denselben [schödliche person] nachachten.

Zu
nachamen
:

Luther, WA
32, 80, 18
(
1530
):
wie wol sie itzt selbs nicht viel von solchen bruderschafften rhuͤmen noch halten, sondern oͤhemen uns nach und lernen von uns, wie sie sollen predigen.

Zu
nachangeln
:

Fischer, Folz. Reimp.
26, 308
(
Nürnb.
1480
):
Well wir dan Jhesu ler nachangeln, | Der spricht: „von erst sucht gotes reich“.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
332
(
Genf
1636
):
nachangeln / nach etwas stehen vnd streben.
Ebd.
39
:
Dem Zeitlichen (nachangeln).

Zu
nacharbeiten
:

Memminger Chron. Beschr.
22, 30
(
Ulm
1660
):
daß dergleichen [Getaͤfer] der beste Meister dieser Zeit schwerlich wuͤrde nacharbeiten koͤnnen.

Zu
nacharten
:

Schöpper
3b
(
Dortm.
1550
):
Similem alicuius esse. Nachschlahen nachartten nachfolgen Gleich Aehnlich sein.
Ulner
322
(
Frankf.
1577
):
Nachfolgen. Nachthun / nacheyffern [...] / in eines Fußstapffen tretten / in eines art schlagen / imitieren.
Rot
317
(
Augsb.
1571
):
Imitirn. Nach-thuͦn / nach-folgen / nach-machen / nach-aͤrtlen.
Ebd.
317
.

Zu
nachbauen
:

Chron. Magdeb.
2, 81, 2
(
nrddt.
,
1565
/
6
):
Capell, so dem erschlagenen B. Borchardo [...] nachgebawet war.

Zu
nachbeilen
:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 37, 15
(
Straßb.
1466
):
diß offenbar werck meins gedichtes. das ist schedlich von nachpeylens wegen meiner nachclaffer
[Var. 1475
2
-1518:
nachredens
].

Zu
nachbrechen
:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 215, 29
(
schles.
,
1520
):
das die gewergkschaft, [...], mogen auf sollichen orten ansitzen, dem silberertzt nachbrechen ungehindert.

Zu
nachbrennen
:

Siegel u. a., Salzb. Taid.
255, 19
(
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
und darinnen [-wäld] kainerlai schwentung, gereut, einfeng, nachprennen, verhegen, [...] von neuem gemacht [...] werden sollen.

Zu
nachdienen
:

Koller, Ref. Siegmunds
65, 10
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
da ein cardinal zwei bistum oder zwo aptien nochdienent, das hert symony ist.
Rwb
9, 1144
.

Zu
nachdringen
:

Luther, WA
28, 627, 28
(
1529
):
Es
[Bezug auf
scherfen und wetzen
des
Gebotes
]
wil mit schlechter Anweisung und vermanung sich nicht thun lassen, sondern getrieben, geubt, angehalten und nach gedrungen sein.

Zu
nacherzälen
:

Franck, Decl.
337, 18
(
Nürnb.
1531
):
diese nacherzelten laster alzumal volgen dem hurer vnnd der hurenlieb nach.

Zu
nachfechten
:

Chron. Augsb.
3, 417, 11
(
schwäb.
,
1475
):
deshalben er, [...] dohin handlen wöll, das die bayde ain aug zuͦthon und allso den sachen dester minder nachfechten wölle.

Zu
nachfegen
:

Barack, Zim. Chron.
2, 333, 32
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
dieser jung herr, wie er zu seinen tagen kommen, kainem spill oder reuterei nie nachgefegt.

Zu
nachfliegen
:

Trunz, Meyfart. Tub. Nov.
56, 16
(
Coburg
1626
):
Jesus gen Himmel ist gezogen / | Mein Seel ist jhm bald nachgeflogen.
Pyritz, Minneburg
5282
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Bistu dem arn nach geflogen, | Den ich da mein [...], | Ja flugt sin glantzheit uff so ho, | Daz er uff kroen ahtet niht.

Zu
nachgehören
:

Müller, Alte Landsch. St. Gallen
315, 20
(
halem.
,
1402
):
daz denn allweg dieselben gotzhusfrouven und och irü kint, die si bi minen mannen gewinnet, denselben mannen nachgehören sont und dannanhin min und miner erben sin sont.

Zu
nachgreifen
:

Baumann, Bauernkr. Rotenb.
195, 12
(
nobd.
,
n. 1525
):
sampt der tetlichen injurien, ime mit obvermeltem nachstellen oder nachgreyfen, dadurch er von dem seinen zu weychen getrungen worden were, beschehen.
Ebd.
198, 10
:
hat sich Stephan von Menzingen wider ain erbern rat ains nachgriffs beclagt.
Ebd.
200, 28
.

Zu
nachgrübeln
:

Mayer, Folz. Meisterl.
17, 124
(
nobd.
,
v. 1496
):
Dar um ersewffcz, mensch, und erstum | Dem noch zu grübeln nümer me.
Bihlmeyer, Seuse
171, 13
(
alem.
,
14. Jh.
):
der vernúnftig Aristotiles. Der grúblet na in dem lof der natur, wer der weri, der da ist ein herr der natur.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
251
.

Zu
nachhaben
:

Turmair
4, 497, 10
(
moobd.
,
1522
/
33
):
die tailten auf ein neus das künigreich under Atherbal und Jugurtha; aber es warn alles geitzig geltnarren und auf Jugurthæ seiten, [...]; muest’s der arm frum künig Atherbal nachhaben.

Zu
nachhalten
1:

Winter, Nöst. Weist.
3, 138, 23
(
moobd.
,
1583
):
wellicher disen benenten articl [...] nit nachhölt, der stëet in straff des gruntherrn.

Zu
nachhalten
2:

Unger, Richtes Stig
21, 27
(
1474
):
der pietet eyns urtails nach dem das er den fundt auspate [...] vor gerichte, wie lange er es im zurecht sulle nachhalden?

Zu
nachhalten
3:

Maaler
298r
(
Zürich
1561
):
Eim ding fleyssig Nachhalten. Affectare. Einsi fuͦßtritt Nachhalten oder nachgon. Vestigia alicuius tenere.

Zu
nachhellen
:

Rieder, St. Georg. Pred.
218, 10
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
da von mag si [sele] niht staͤter minne han zuͦ kaim dinge, won das sie allez dem libe nach hillet allez dez in gelustet.

Zu
nachhören
:

Stambaugh, Milichius. Zaubert.
19, 1
(
Frankf./M.
1563
):
Wenn ein seel sich zu den Warsagern [...] wenden wirt / das sie inen nachhoͤrt / so wil ich mein angesicht wider dieselbige seel setzen / und wil sie auß irem volck reutten.

Zu
nachhuren
:

Luther, WA
24, 355, 33
(
1527
):
wie die zwo toͤchter yhrem vater nachhuren und von yhm schwanger werden.

Zu
nachjehen
:

Bastian, Runtingerb.
2, 252, 17
(
oobd.
,
1396
):
so han ich in gesait, machen si ir ze vil, ich leid sein nicht; dez habent si mir auch nach gejehen.

Zu
nachkalen
:

Bihlmeyer, Seuse
471, 27
(
alem.
,
14. Jh.
):
nach den claren inflússen der goͤttelichen warheit do soltu naht und tag nach kalen [...] nach nuwer warheit.

Zu
nachkeren
:

Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 43, 23
(
md.
1521
):
in [münich] uß zuͦ jagen und in mit besem biß über die türschwellen nach zuͦ keren.

Zu
nachklopfen
:

Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
390, 8
(
Wolfenb.
1594
):
bin ich der jenige gewesen, Der sie durch lügen vnd falsches nachklapffen zusammen gehetzt, vnd vnruhe vnter sie gestifftet habe.

Zu
nachlagen
:

Nyholm, Füetrer. Gralepen
1050, 4b
(
moobd.
,
1473
/
8
):
er chant auch wol von mynne. mit vleis er alles seym gesicht nach laget.

Zu
nachlangen
:

Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 70, 5
(o. O.
1524
):
die selbigen löwen würden uns so heftig nachlangen, daß wir darob nider legen.

Zu
nachlauren
:

Schöpper
4a
(
Dortm.
1550
):
Insidiari. Nachstellen nachlauren auffsetzen strick legen nachschleichen nachgehen.
Sachs
13, 193, 10
(
Nürnb.
1556
):
Lest dir zu hoff und anders wa | Nach-lauren haimlich frü und spadt.
Schöpper
39a
.

Zu
nachlauschen
:

v. Keller, Ayrer. Dramen
3101, 5
(
Nürnb.
1610
/
8
):
Nun will ich mich nicht sparen, | Ich will jhn lauschen nach.

Zu
nachlenden
:

Sudhoff, Paracelsus
8, 38, 16
(
1530
):
dieweil ich [...] warheit brauch der arznei, grüntlich der warheit nachzulenden?

Zu
nachlosen
:

Sachs
16, 518, 38
(
Nürnb.
1562
):
Er steht offt heimlich, lost und horcht, | Ob ihm niemand nachloß und -spech.

Zu
nachlugen
:

Rieder, St. Georg. Pred.
288, 21
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
ez waz wol billich daz sú im [troͤster] nach luͦgetind, won si wistent groz wunder [...] an im.
Schmitt, Ordo rerum 292, 39.5.
2
(
oobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Suspiciosus nachschawer nachlueger vnvertrawer.

Zu
nachlüsmen
:

Winter, Nöst. Weist.
3, 516, 35
(
moobd.
, Hs.
2. H. 15. Jh.
):
Ob ainer oder aine des nachts an den venstern lusmet, der ist zu wandl 72 ₰, und dem er nachgelüsmt hat sol er [...] erberlich abtragen.

Zu
nachmuten
:

Mayer, Folz. Meisterl.
19, 11
(
nobd.
,
v. 1496
):
Wo der körper thu muͦten | Dem fleische nach, | [...].

Zu
nachpfächten
:

Geier, Stadtr. Überl.
4, 544
(
nalem.
,
1552
/
1609
):
für das nachpfächten, so hievor ain umbgeltknecht, [...], soll ime hinfürter zwai pfund ₰ und nit mer gegeben werden.

Zu
nachpfeifen
:

Maaler
299r
(
Zürich
1561
):
Nachpfyfen oder pfeyfen. Sibilo consectari aliquem. Eim Nachpfeyfen / vnd jn haͤfftig beleidigen. Conscindere sibilis.

Zu
nachraten
:

Sachs
19, 157, 2
(
Nürnb.
1564
):
Mancher denckt seim nutz nachzurhaten, | [...] | Spricht, du seyst auff der rechten ban; | Doch heimlich [...].

Zu
nachrichten
:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
115, 6
(
omd.
,
um 1559
):
da durchschlege zu machen, schechte aufeinander ader nachzurichten, uber sich brechen.

Zu
nachriechen
:

Fischer, Folz. Reimp.
25, 68
(
Nürnb.
1479
):
Darnach die sund der funff sin merckt: | [...] | Wer libes lust nachreucht und -smeckt, | Wer greift, das die sel verunreint.

Zu
nachrinnen
:

Gierach, Märterb.
9338
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
der chiel für vonn dann. | Nazarius nach rann | mit dem chind Celso.

Zu
nachrücken
:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
634, 3990
(
Magdeb.
1608
):
Ruͤcket mir fein nach allgemach / | Biß das wir dem Feind so nahe sein.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
60, 21
(
omd.
,
M. 15. Jh.
):
ap ich nicht billichen meynen lochsteyn snurrecht mochte meynem gange gleich noch seynem legenden nochrucken.

Zu
nachrüren
:

Bihlmeyer, Seuse
165, 26
(
alem.
,
14. Jh.
):
etlichú menschen, dú hein ein nahruͦren
[nach dem
innigosten grunde goͤtlicher nature
]
gehabt und dem nit gevolget.

Zu
nachsauren
:

Fischer, Brun v. Schoneb.
2562
(
md.
, Hs.
um 1400
):
ja ist von irme [der trufheit] suren sete | uns di werlt bescheiden da mete, | wen ir suze suret nach.

Zu
nachschläufen
:

Vetter, Pred. Taulers
25, 16
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Ein joch heisset ein ding das man swerlich nochsloͤiffet oder zúhet.

Zu
nachschleipfen
:

Chron. Augsb.
7, 186, 11
(
schwäb.
, zu
1549
):
darnach ist er in seinem cardinalclaid gangen, und man hat ime den schwantz nachgeschlaipft.

Zu
nachschliefen
:

Quint, Eckharts Pred.
1, 189, 2
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
wan die megede sliefent dem lambe nâch durch enge und durch wîte und swâ ez hin sliufet.

Zu
nachschmecken
:

Beleg s. v. .

Zu
nachschüren
:

Strauch, Schürebrand
4, 13
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Dis ist ein nochschüren des minnebrandes, den der heilge geist in uwerre selen het angestossen.

Zu
nachschwänzen
:

Sachs
20, 506, 32
(
Nürnb.
1563
):
Sonder geht geren umb faulentzen, | Den newen mehren nach zu schwentzen.

Zu
nachsitzen
:

Lexer, Tucher. Baumeisterb.
218, 22
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
doch soll er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeister nit nemen, [...], piß des Ammans weier wider nachsitzet und nimmer überfellt.

Zu
nachspähen
:

Sachs
13, 306, 30
(
Nürnb.
1557
):
Nach dem hab ich im nach-gespecht | Durch meinen gar gehaimen knecht.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 162, 13
.

Zu
nachstechen
:

Sachs
23, 87, 16
(
Nürnb.
1556
):
Lisabeta sticht im ain gecken nach, spricht: | Schaw, muetr, wie stet dem alten pock | Hinden so artlich an sein rock!

Zu
nachteichen
:

Schöpper
39a
(
Dortm.
1550
):
INSEQ VI. Nachstellen nacheilen [...] ¶ nachdeychen nachlauren.

Zu
nach|traben
:

Fischer, Folz. Reimp.
19, 149
(
Nürnb.
um 1520
):
[sie] sich dan all die wyl bedenck | Auff außrede und auff nachklenck, | Ob yemant kum, der ir nachtrab, | Das die alspald ein werwort hab.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
54, 9
(
Straßb.
1650
):
Der Mann ist kaum vergraben, vnd ihr Hertz will schon einem andern nachtraben.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
102, 19
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
auch aht vff die vor- vnd nochtraber.

Zu
nachtrossen
:

Kurz, Murner. Luth. Narr
1768
(
Straßb.
1522
):
Sie [boͤßwicht] haben weder macht, noch sterck, | Vnd trossen nach mit lumpen werck
. – Zu
nach|
1
trotten
:
Maaler
298r (Zürich 1561):
Nachgetrotteter weynmost
. – Zu
nach|
2
trotten
:
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
333 (Genf 1636):
nachtrotten / helffen das einer hernach kompt.

Zu
nachwarten
:

Vetter, Pred. Taulers
183, 12
(
els.
,
1359
):
das tuͦt er allen den die im nach wartent und im stat gebent das sie im volgent.

Zu
nachwaschen
:

Luther, WA
28, 626, 34
(
1528
/
9
):
Darumb ist dieses jre Art: auff einen tag lernen sie das Gesetz und Euangelium gar aus, das sie viel koͤnnen nachwasschen, aber im treffen, in der That und Beweis ist niemand.

Zu
nachwerben
:

Schöpper
6a
(
Dortm.
1550
):
Altiùs rei intendere. Nachtrachten nachdencken nachsetzen nachwerben.
Maaler
301r
(
Zürich
1561
):
Nachwerber (der) Conectator.

Zu
nachzemmeln
:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth
1, 407, 2
(
Frankf.
1563
):
Auff einem sonntag, do die magt der frauwen aber hette in die predigt nachgezemmelt, kam sie dennocht heim, nach dem essen zuͦ sehen.

Zu
nachzeren
:

Pfälz. Wb.
5, 39
.

Zu
nachzotten
1:

Kurz, Waldis. Esopus
3, 41, 14
(
Frankf.
1557
):
Jr wißt, wie vnd die langen schwentzen | Nach zoten, wie die gippen fentzen.

Zu
nachzotten
2:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth
1, 406, 30
(
Frankf.
1563
):
doch bad er sie zum letzten, solche weiß mit dem nachzotten, bis sie [...] mehr gesindes haben würden, nachbleiben zuͦ lassen.