mummer,
der
;
–/-Ø
.
›Verkleideter, Vermummter (als Unterhaltungskünstler bei Festlichkeiten)‹; tropisch auch: ›Gaunerei, Betrügerei‹;
zu .
Wortbildungen:
mummerkleid
›Narrenkleid, Verkleidung‹.

Belegblock:

Rupprich, Dürer
1, 165, 130
(
nobd.
,
1521
):
Da
[zu einem
mahl
]
kammen viel selczamer mummer hin.
Franck, Klagbr.
223, 8
(˹wohl
Nürnb.
˺
1529
):
Es sind auch ander geschwindt mumer vnd geltnetz / nemlich die weyhung der kirchen / altar / capellen / glocken / pfaffen.
v. Keller, Ayrer. Dramen
1978, 20
(
Nürnb.
1610
/
8
):
Sie schlagen jhm ein Mumbschantz. Frigius, der Graf, sagt: Ihr Herrn Mumer, ich spil jetzt nit.
Qu. Brassó
4, 282, 10
(
siebenb.
,
1664
):
[der Gligorasko Wayda] teilet in diesem Spiel die Mommerkleider so seltsam aus, dass mancher ein rote Nase davon bekommet.
Ebd.
5, 578, 33
(
siebenb.
,
1617
):
Abermal auf der Hochzeit. Kommen die Mommer dar. Waren lustig usque hora 11.