mumie,
Endung auch
-ia
:
mumia
,
die
;
über
ital.
mummia
letztlich aus dem Arabischen / Persischen (Pfeifer
2000, 897
).
›ein Balsamierungsstoff, wohl ein Pech-Asphalt-Gemisch zur Haltbarmachung von Leichen(teilen)‹; ›mumifizierte Leichenteile (die zu verschiedenen Zwecken, u. a. als Heilmittel und zur Herstellung von Ködern dienten)‹.
Zur Sache: Schulz/Basler
2, 1942, 160
.
Gehäuft Fachtexte.

Belegblock:

Follan, Ortolf. Arzneib.
116, 45
(
rib.
/
nfrk.
,
1398
):
Nym rosas, [...], mummye, masticis, tormantille, [...], iclikes eyn quentyn, stoz ez cleyne, do succur dar to.
J. W. von Cube. Hortus
90, 14
(
Mainz
1485
):
diß mische vnder eyn vñ nym do von eyn halb loit vnd mische das mit mumia ein halb quintyn.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
181, 19
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Nim ein loth reigerschmalz und ein quintel saffran, ein halb loth biebergeil und ein quintel mummia.
Ebd.
199, 1
:
Mummia oder gedörret menschenfleisch. Ein stinkend ziegenmilz. Bocksblutt
(zur Köderherstellung).
Keil, Peter v. Ulm
7
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Diß puluer gehort zu dem pflaster: Nym glet vnd aloepatica, [...], mumie vnd swertel-wurtzel wol gederret vnd stoß das alles zusammen.
Ebd.
35
:
Nym dor zu
[zu einem Pflaster]
wachs vnd hartz, [...], vnd gumi arabicum vnd mumie vnd bolum armenum.
Rohland, Schäden
484
(
nalem.
/
schwäb.
,
1400
/
33
):
nim ... sangwis draconis mumie ana j lott.
Sudhoff, Paracelsus
8, 393, 33
(
1530
):
so magstu dester gewisser handeln. das höchst aber in allen wunden zu heilen ist der inwendige mumia. dan im beschluß zu reden ist balsamus mumiae die hoͤchst arznei.
Vgl. ferner s. v.  1.