mulchen,
das
;
-s/-Ø
;
zu
mhd.
mulchen
›Milch‹
(Lexer
1, 2194
).
›Milch, Milchertrag, Milchprodukte‹.
Halem.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
1
, ,  1, .
Syntagmen:
m. machen / ˹annemen / darschlagen˺
(als Zahlungsmittel),
das m. erkaufen, nicht verkaufen, im keller / hause behalten, von dannen säumen
;
des mulchens warten, jm. m. fertigen
;
den preis über das m. haben
;
der kauf des mulchens, der mangel an m
.;
der zentner, das mas m
.
Wortbildungen:
mulchengrempler
(a. 1585),
mulcherer
(a. 1311).

Belegblock:

Kläui, Schweiz. Urbare
2, 293, 27
(
halem.
,
1400
):
der sol miner frauwen der abbtissin ihr mulkin fertigen von Flüelen vntz gen Brunnen.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
577, 22
(
halem.
,
1440
/
1
):
nach dem und im der selb Rappenstein vij mulchen zigers schiken solt an ettwas geltz, so er im umb win schuldig was.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
299, 3
(
halem.
,
1613
):
Von dem dingskouff des vychs und molchens, wie die inheimschen sich gegen einanderen zeverhalten.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
544, 22
(
halem.
,
1671
):
daß umb lauffende schulden neben anderem auch molchen dargeschlagen und durch den glöübiger selbiges nach der schatzung angenommen werden solle.
Ebd.
552, 26
(
1675
):
[von] einem centner molchen ½ crützer.
Schweiz. Id.
4, 207
;
209
(mit semantischer Ausdifferenzierung aufgrund dichter Belegung).