movieren,
V.
›sich körperlich bewegen; (die Luft, Subj.) etw. bewegen; sich zu etw. hin (z. B. zu einem Turnier) begeben, wohin aufbrechen‹; ütr.: ›(
das wort
) Bewegung verursachen‹ (absolut); ›jn. zu etw. bewegen, veranlassen‹; ›etw. (z. B.
arma
) fördern‹.
Seit dem mittleren Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
 6; zur Ütr.:  123, .

Belegblock:

Luther, WA
41, 300, 5
(
1535
):
wen das wort an im selbs nicht bewegt, den movirt persona nicht.
Ebd.
54, 217, 5
(
1545
):
Wenn du friede schaffest, so wollen wir ein Concilium halten, das wird und sol geschehen, wenn wir auffhoeren arma zu movieren, welchs sol nimermehr geschehen.
Menge, Laufenb. Reg.
3254
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Darnach soltu spatzieren | Vnd hin vnd har mouieren | So lange vntz das die hitze din | Möge wol erkaltet sin.
Rot
330
(
Augsb.
1571
):
Mouirn, Bewegen / anreitzen / erzürnen / in harnisch bringen / [...]. Einem anlaß geben.
Weber, Füetrer. Poyt.
74, 1
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Zvm turnay sich mouieren | nw ward dy ritterschaft.
Panzer, Seifrid Füetrers
16, 2
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Alls ob er wollt zu vellde | durch panichen sich movieren.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
232, 1
(
moobd.
,
1473
/
8
):
In Chriechen sich movieren | ward das gar fraislich her | in die schif.
Barke, Spr. d. Chymie.
1991, 303
.