mose,
1
moser,
der
;
Bezug auf den jüdischen Religionsstifter Moses; teils aber semantische Zweifel.
abwertend für eine Person jüdischen Glaubens.
Wortbildungen:
mosaisch
›alttestamentlich, altjüdisch‹,
moseskopf
(abwertend, beschimpfend),
1
mosisch
›gesetzesgläubig, nach mosaischer, alttestamentlicher Art‹ (abwertend).

Belegblock:

Luther, WA
21, 534, 15
(
1544
):
Und wird euch nichts hie zu helffen noch nuͤtzen alle ewer Mosisch und ewers Gesetzes wasschen.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
34, 8
(
Straßb.
1650
):
Hörestu du nicht? sprach er ferner, du Hebraischer Moyseskopff!
Haszler, Kiechels Reisen
311, 37
(
schwäb.
,
n. 1589
):
saul, wölche das gewölb trögtt, [...], oben mütt schönem mosaischen hüstorüen gemahlett.
Straus, Juden Regensb.
783, 5
(
oobd.
,
um 1499
/
1511
):
Wenn ein J. den anderen vor einer christlichen oberkeit verklagt, [...] wirt ein „mosser“ [...] bey inen genant, und halten in gar fuͤr ein gottlosen man.
Ebd.
14
:
die ander parthey aber was der fuͤrnemest under inen, der reich Mosse mitsampt seinem geschlecht.