morgenland,
das
(oder Name).
›vom Betrachter aus gesehen östlich liegendes Land, Morgenland‹; aus westlicher Sicht meist auf ein Gebiet des vorderen Orients bezogen, aber auch auf Äthiopien;
zu (
der
2, vgl.  5.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
morgenländer
.

Belegblock:

Luther, WA
10, 1, 614, 15
(
1522
):
Es sind die sprachen ynn morgenlenden nit ßo gar fernn und frembd von der hebreischen sprach.
Ebd.
19, 145, 19
(
1526
):
wie die Midianiter, Amaleckter und Morgenlender das land Israel verwusten.
Ebd.
28, 387, 7
(
1529
):
Wie heutiges wir in diesem in unsern Landen viel freundlicher sind denn die Morgenlender.
Sachs
20, 236, 16
(
Nürnb.
1555
):
Daß er [Solon] die länder mög beschawen, | Und heimsuchen die weisen mänder | Herumb durch alle morgenländer.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.
19, 5
(
Straßb.
1611
):
Weil / vor viel hundert Jahren / | Die Weisen auss dem Morgenland / | Drei Königliche Gaben / | Christo dem Herrn wol bekand / | Reichlich verehret haben.
Henisch
132
(
Augsb.
1616
):
Asia / der dritte vnd groͤste theil der Welt / Orient / Morgenlaͤnder.
Luther, WA
41, 503, 16
;
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
16, 11
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 110, 3
;
Haszler, Kiechels Reisen
308, 17
;
Ralegh. America
1, 16
;
25, 30
.
Vgl. ferner s. v. .