mordgierig,
Adj.
›grausam, tötungswillig, mordlüstern‹ (als z. B. den
Goten
zugeschriebene Eigenschaft); ütr. auch vom Antichristen gesagt;
vgl.  1,  13.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
19184
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Der pfert biezende unc ist | Der mortgirige Antecrist.
Luther, WA
41, 747, 21
(
1535
):
Da sol ich unrecht sein und leiden, und dein mordgiriger zorn, der mir zehenfeltig mehr gewalt und unrecht thut, sol nicht sunde, sondern gerechtigkeit und heiligkeit heissen.
Munz, Füetrer. Persibein
506, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
mit mord gierigem múete | dy kamer teten si [genossen] geschwynnd auf stossen.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
34, 6
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Do tet er in dem landt manigen starcken streit mit den mortgierigen Gotten.
Helm, H. v. Hesler. Nicod.
1622
.