moder,
der
.
›schwammartiges, fauliges Gewächs im oder am Körper oder an Bäumen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,
1
 1,  2, .
Wortbildungen
moderenzen
›modern‹ (dazu bdv.: ),
moders|erde
ein Schimpfwort im Sinne von ›Dreckskerl, Lump‹.

Belegblock:

Redlich, Qu. Ratingen
136, 16
(
snfrk.
/
rib.
,
1492
):
dann si gesein den wreivel ind overmoit der richter zo uns hait unverschult altzit vurhelt ind verspricht slabbert, gecke, moderserden ind anders.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
196, 4
(
osächs.
,
1570
/
7
):
So reinigen sie [fische] die därmer, werden rein und geschickt, vorgehet ihnen alles schleimenzend und moderenzend und werden schmagkhaftiger.
Sudhoff, Paracelsus
3, 441, 5
(
1526
/
7
):
ist ein moder, der do wechst im leib und außerhalb des leibs, als drüesen, lichen hernia, carosa, carnoffel, warzen, innen im leib und außen am leib.
Ebd.
5, 366, 16
(
1527
/
8
):
er iuncturarum vulneribus interdum crescit fungus, id est ein moder auf eins kopfs größe und stinkt ubel.
Ebd.
9, 212, 32
(
1531
/
5
):
dan kan cachimia den kropf den beumen machen, talk die moder rc, so könen sie es in der mutter auch machen, daraus kröpf und anders wachsen.