mobel,
der
;
-s/–
;
zu
mhd.
mubel
(Lexer
1, 2211
), dies über
afrz.
moble
aus
lat.
mobil-
(Georges
2, 958
; s. auch Dwb
6, 2433
; Verwijs/Verdam
4, 1530
; Schulz/Basler
2, 1942, 125
; Pfeifer
2000, 880
).
›Menge kleinerer beweglicher Gegenstände aller Art (darunter auch z. B. Vieh, Früchte, Hausrat), die der Pfändung unterliegen können‹.
Meist Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  1,  1,  1.
Wortbildungen:
mobelbal
›Packen kleinerer Gegenstände‹ (Gw zu
1
 4),
mobelgut
,
mobelpfand
,
mobilie
.

Belegblock:

Scholz-Babisch, Klev. Rheinzollw.
411, 40
(
rib.
/
westf.
,
1590
):
Ein mobelball aller sorten 3 dlr.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
1, 2, 923,
Anm. 4 (
mosfrk.
,
1387
):
dat hait he gelouft [...], unde mit verbuntenisse alle sins gudes mubels unde erbs usgedan.
Grimm, Weisth.
2, 308, 39
(
mosfrk.
,
1517
):
alle mobelguter zu beweisen, erkent der scheffen zum ersten das bett.
Ebd.
3, 788, 6
(
rib.
,
16. Jh.
):
vindt er [meyger] nit pfendt im hauss, soll er den stall besuchen, von dem stall an moebell vff dem veldt, vindt er dan och nit moebell, soll [...].
Ebd.
791, 25
(
mosfrk.
,
1581
):
so sollen meyer vnd scheffen ihme alssdan in seinem hauss [...] vnangenegelte muebel angreiffen.
Ebd.
797, 17
(
1541
):
wan jemandts zu doen hett vmb gereide guitter, das antrifft pfandschafft oder mobelguiter, so [...].
Allg. Schau-Buͤhne
33, 4
(
Frankf.
1699
):
sondern plundert den Pallast mit Hinwegnehmung des Silber⸗Geschirrs und anderer Mobilien.
Zingerle, Inventare
125, 1, 15
(
tir.
/
vorarlb.
,
1456
):
yber beeder schlösser [...] damals verhandner gewesten prouiant, mobilien vnd varnuss.
Grimm, a. a. O.
2, 242, 42
;
Rwb
9, 813
.